Impressionen aus Furth im Wald, mitgebracht von Marcus Klare
Ein letztes Mal zündet die Sonne gleißend das Feuer in den drachenblutroten Schuppen aus Glas, die spitz über geschmeidig arrangierten Seggen und Immergrün in den Himmel aufragen. Ein letztes Mal streichelt der Wind durch die wogenden Gräser, die die kessen Figuren des Weiden-Balletts sanft umschmeicheln. Und ein letztes Mal läuft ein Raunen, Wispern, Ächzen und Flüstern durch die düsteren Metall-Installationen, die den mächtigen Götter-Sitz aus schwerem Stein im Schattengarten umrahmen, und an die Gefahren einer Apokalypse gemahnen, wenn der Mensch weiter sein Gift in der Natur verspritzt.
Die Landesgartenschau in Furth im Wald schließt mit dem 5. Oktober 2025 ihre Pforten. Sie gab sich naturnah, wild, ein klein wenig ungezähmt, kantig, die Herausforderungen des Klimawandels deutlich vor Augen, sich als Grenzstadt der Chancen der Überwindung von Grenzen deutlich bewusst. Und doch akkurat durchgestylt, von prachtvoller Schönheit, mit kreativer Liebe bis ins letzte Detail.
Fanny, der Drachen, das Further Wahrzeichen, hat dieser Schau von Floristen, Landschaftsgärtnern, Waldarbeitern, Bienenzüchtern, Naturschützern, Künstlern und vielen vielen mehr deutlich ihre Spuren aufgedrückt. Klar: Ohne Drachen läuft in Furth gar nichts. Und so gab es denn auch „Sagenhaft viel zu erleben“, auf der Kulisse zwischen den Wassern von Chamb, Mühlbach, Kalter Pastritz, mythisch, märchenhaft und immer wieder auch mit viel Humor inszeniert. Ein Drachen-Ei als Abenteuer-Spielplatz für die Kinder, Blumenrabatten in Form von Drachenschuppen, Drachen-Figuren aus Bayerwald-Glas, Drachen-Stege, Drachen-Brücken, Drachen-Höhle, in der, natürlich, auch Fanny, Furths weiblicher Drache, der größte Schreitroboter der Welt, sich ausruhen durfte, nachdem sie in der neuen Park-Arena, einer beeindruckenden Konstruktion aus Holz, alle paar Tage, Rauch und Feuer speiend, ihren großen Auftritt hatte.
Ein kleiner virtueller Rundgang durch die Landesgartenschau 2025 im bayerischen Furth im Wald
Viele, besonders in Furth im Wald und Umgebung, werden traurig sein, weil die Landesgartenschau nun zu Ende ist. Doch sie wird sicher nachklingen – mit mehr Bewusstsein für die Natur und unsere Umwelt. Unser kleiner Film hilft, wann immer man das möchte, sich zu erinnern:
Viele Bundesländer in Deutschland bieten Landesgartenschauen an – in ihrem jeweils eigenen Rhythmus. In Bayern ist die nächste 2027 in Bad Windsheim geplant.
Mehr Informationen zu Landesgartenschauen in Bayern: https://www.lgs.de/
Die nächste Bundesgartenschau findet 2029 im Oberen Mittelrheintal statt. Infos dazu: https://www.buga29.de/
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