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Europakloster Gut Aich:

Heilkräuter für ein gutes Leben

Das Europakloster Gut Aich in St. Gilgen ist nicht nur ein außergewöhnlicher spiritueller Ort, sondern auch ein Platz, an dem Körper und Seele regenerieren können. Die klostereigenen Pflanzenrezepturen tragen ihren Teil dazu bei.

 

Text: Christine Hochreiter

Pater Johannes Pausch in seinem Klostergarten

Worin besteht die Kunst, gut zu leben? Gerade in Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen gerät? Manche suchen ihr Werkzeug in anderen Kulturen und versuchen sich ein anderes Menschenbild, ein neues Selbst zu erschaffen, mit dem sie möglichst wenig mit den schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert werden. Dabei kann man zeitgemäße Rezepte für ein gutes (und gesundes) Leben auch ganz in unserer Nähe erfahren. Zum Beispiel im Europakloster Gut Aich am Wolfgangsee.

In St. Gilgen hat der gebürtige Oberpfälzer Pater Johannes Pausch vor 33 Jahren ein neuartiges (Benediktiner-)Kloster gegründet, das in mehrfacher Hinsicht zukunftsweisend ist. Die Vision des Priesters, Theologen, Psychotherapeuten und Heilpflanzenexperten war es, ein Kloster zu erschaffen, in dem man zeitgemäße Antworten auf Fragen und Nöte suchen und im besten Fall gemeinsam mit den Menschen finden kann. Es war die erste Neugründung im deutschsprachigen Raum nach etlichen Jahrhunderten. Das Europakloster versteht sich als Integrationsmodell, um ein „gutes Leben“ zu lernen und die Gesundheit an Leib und Seele zu fördern.

 

Das Europakloster Gut Aich will auch Friedenszentrum sein.

Europakloster Gut Aich: Der überlaufende Brunnen im Paradiesgarten

Darüber hinaus will Gut Aich als Europa-Friedenszentrum übergreifende Werte vermitteln. Die Einrichtungen des Klosters stehen allen offen, gleich welcher Religion, Weltanschauung und Herkunft. Auf dem weitläufigen Areal wurde ein der natur- und heilkundigen Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen gewidmetes „Hildegardzentrum“ eingerichtet. „Ein Kloster darf heute nicht mehr durch hohe Mauern und Türme beeindrucken oder abschrecken“, sagt Pater Pausch. Um das benediktinische Leben nicht zu gefährden, müsse allerdings eine Balance zwischen Offenheit und Geschlossenheit gefunden werden.

 

Eigene Gärten sind die Grundlage für die vielen Heilmittel, die in der Manufaktur und Kellerei hergestellt werden.

Buntes Kräuterwasser mit klostereigenen Pflanzen

Das Europakloster ist umgeben von Gärten, die auch als Grundlage für die vielen Heilmittel, Salze, Elixiere, Balsame, Essige und Liköre dienen, die in der Manufaktur und Kellerei hergestellt werden. Die Benediktinermönche bauen mit Mitarbeitern und Volontären rund 100 verschiedene Heilpflanzen an, und noch einmal doppelt so viele wachsen „wild“ in der freien Natur. Der bewusste chemiefreie Umgang führt zu einer optimalen Entfaltung der Pflanzen. Die Kräuter stammen aus den klostereigenen Gärten von Wiesen, Wäldern und Almen des Salzkammergutes.

Doch wie findet man die passende Tinktur, das passende Kraut für einen aktuellen Zustand und ein Individuum? Das Zauberwort lautet im Kloster und bei Bruder Johannes immer wieder „Beziehung“. Es gelte eine Beziehung aufzubauen, vielleicht vor Ort im Paradiesgarten auf die Suche zu gehen, genau in sich hineinzuspüren, sagt er. Oder ein Kräuterseminar zu besuchen.

Hilfreich sind auch die Mandalas, die Pausch für jede Pflanze gezeichnet hat, um das Wesen der Heilkräuter zu erfassen. Jedes der Kräuterelixiere und Baumessenzen trägt ein durch Meditation entwickeltes individuelles Mandala. Man kann sich die Bilder online, auf einem Prospekt oder in einem Buch von Pater Johannes Pausch („Meine Heilkräuter Mandalas. Heimische Heilpflanzen und ihre ganzheitliche Wirkung“) ansehen und sich intuitiv ein Mandala aussuchen, hinter dem sich eine Heilpflanze und ihre Wirkung verbirgt. „Mandalas sind Gebete, Ausdruck der benediktinischen Natur-, Menschen- und Gottesbeziehung, Geschenke des Himmels und der Erde“, sagt Pater Johannes. Und: „Oft fühlen sich Menschen spontan von jenem Heilkräutermandala angezogen, das ihnen hilft. Wissen und Intuition weisen gemeinsam den richtigen Weg.“

 

Wofür was hilft: Von Alant über Storchenschnabel bis hin zu Buche und Kapuzinerkresse

Die Manufaktur des Europaklosters

Die Kräuter werden sofort nach der Ernte gereinigt und gesegnet, bevor sie handverlesen verarbeitet werden. Nachfolgend einige Beispiele für die zahlreichen Kräuter- und Baumelixiere, die im Europakloster Gut Aich hergestellt werden:

  • AlantBefreites Durchatmen: Mit seinen tiefen, festen Wurzeln und den zugleich sonnigen, nach oben gerichteten Blütenköpfchen steht der Alant sinnbildlich für den Ausgleich von „oben und unten“. Er dient aufgrund seiner bitteren Inhaltsstoffe Stoffwechselvorgängen, somit für Atemwege und Verdauung gleichermaßen. Als Sonnenpflanze ist der Alant Symbol für Stärke, Mut und Lebensfreude.
  • KapuzinerkresseSprühende Vitalität: Die Kapuzinerkresse ist für ihre anregenden, vitalisierenden und belebenden Kräfte bekannt. Senföle, wie sie in der Kapuzinerkresse vorkommen, sind gut geeignet, um bei „eingedrungener Kälte“ wieder zu erwärmen. Sie kann Lebensfreude, Ausgelassenheit und Fröhlichkeit, Energie und Unternehmungslust für kopfbetonte Stubenhocker bringen.
  • OlivenblattKraft und Balance: Der Olivenbaum gilt in den Mittelmeerländern, wo er beheimatet ist, als wahres Lebenselixier. Im alten Ägypten soll das Olivenblatt oder sein Presssaft bei der Mumifizierung der Pharaonen zum Einsatz gekommen sein, um Pilz- und Mikrobenbefall zu verhindern. Das Olivenblatt kann in Situationen der Überforderung wohltuend sein, um die Kraftreserven wieder aufzuladen. Es lädt dazu ein, die vielen Aktivitäten, die zu Erschöpfung geführt haben, auf ihre Wichtigkeit zu überprüfen und auch einmal „Nein“ zu sagen.
  • LindeGroßherzige Verbundenheit: Die Linde ist befähigt, Lebewesen anzuziehen und zu versammeln. Die Lindenessenz stärkt das Urvertrauen, lindert Wut und Verbitterung, die aus seelischen Verwundungen stammen. Sie überwindet Trennungsschmerz und führt zu einem neuen Miteinander, hilft wie Balsam bei seelischen und geistigen Transformierungsprozessen, gibt Mut zu sprechen und sich mitzuteilen.

 

Mehr Informationen zum Europakloster Gut Aich

Pater Johannes betet jeden Tag für die Pflanzen im Paradiesgarten.

https://www.europakloster.com/

 

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