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Kinder- und Jugendbodentag 2024

„Boden ist nichts Ekeliges!“

Beim ersten Bodentag für Kinder und Jugendliche können diese mit allen Sinnen erleben, wie der Boden die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen beeinflusst.
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von Kristin Frauenhoffer

Beschäftigt man sich mit der Gesundheit von Menschen, Tieren und der Erde selbst, landet man früher oder später beim Boden. Das, was wir aufnehmen, die Luft, das Wasser und die Nahrung – alles ist ein Produkt des Bodens und wird durch den Boden geformt. Umso wichtiger ist es, den nachfolgenden Generationen Wissen über diesen lebenswichtigen Rohstoff zu vermitteln. Am 13. Juli haben Kinder und Jugendliche dazu in der Region Regensburg die Gelegenheit. Beim ersten Kinder- und Jugendbodentag können sie mit allen Sinnen – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Boden eintauchen.

Unser Leben entfernt sich oft immer mehr von der Natur. Wenige Kinder in der Stadt haben vermutlich schon einmal Radieschen oder Karotten aus dem Boden gezogen und dann direkt gegessen. Genau diese Erfahrungen und den direkten Bezug zum Boden will die Interessensgemeinschaft gesunder Boden (IG gesunder Boden e. V.) wieder in Erinnerung rufen. „Boden ist nichts Ekeliges! Er ist so interessant und gehört zu uns wie alles Lebendige. Er hält uns sogar gesund“, sagt die Veranwortliche des Projektes, Eva Sonnleitner. Deswegen gibt es dieses Jahr die erste Auflage eines Bodentages für junge Menschen zwischen 7 und 25 Jahren. Das Konzept für Erwachsene wird schon seit 2016 erfolgreich umgesetzt.

 

9 Stationen klären über den Boden auf

Der Bodentag findet auf dem Bio-Hof der Familie Ebenbeck in Sinzing bei Regensburg statt. 9 verschiedene Stationen werden angeboten. Die Themen an den Stationen drehen sich beispielsweise um kleine Bodenbewohner, das Wasser, das Wurzelwerk oder die Farbe des Humusbodens. Für diese Station soll jedes Kind von zu Hause für den Tag einen Liter Boden mitbringen. Die verschiedenen Böden werden aufbereitet und zeigen eine spezifische Farbe. Jedes Kind erstellt dann seine eigene Farbpalette für zuhause, mit der es auf einen Blick die Qualität unterschiedlicher Böden bewerten kann. So wissen die Teilnehmer*innen am Ende des Tages alle, was ein „guter“ und ein „schlechter“ Boden ist.

Eine andere Station betreut eine Sennerin. „Dort werden die Kinder und Jugendlichen zusammen essbare Wildkräuter vor Ort sammeln, zerkleinern und dann mit selbstgemachter Butter mischen“, erklärt Eva Sonnleitner. Die Kräuterbutter kann dann direkt auf mehlfreiem Brot aus gekeimtem Getreide verköstigt werden. Nebenbei erfahren die Kinder an der Station auch, wie wichtig Kühe für das Klima und den Boden sind.

 

Kinder lernen von Kindern

Pro Station sind 20 Minuten Zeit eingeplant, um Erfahrungen zu sammeln und mitzumachen. Das Besondere: Der Tag steht unter dem Motto „Kinder lernen von Kindern“. An jeder Station können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Anleitung von ein bis zwei anderen Kindern oder Jugendlichen selbst aktiv werden. „Mit der Idee, einen Bodentag für Kinder und Jugendliche zu veranstalten, war sofort klar, dass Erwachsene an dem Tag nur im Hintergrund unterstützen“, erläutert Eva Sonnleitner das Konzept. „Kinder und Jugendliche sind oft noch viel intuitiver und speichern die Informationen anders. Beobachtet man sie untereinander, merkt man, wie viel sie wissen und wie gut sie das Wissen auch an andere weitergeben können.“

 

Fortbildungen für Lehrkräfte und buntes Rahmenprogramm

Damit es auch für die Geschwisterkinder unter 7 Jahren und für die Eltern interessant bleibt, gibt es für sie verschiedene Mitmachaktionen und Informationen rund um das Thema Boden. Das reicht vom gemeinsamen Yoga für Erwachsende mit Kindern bis hin zu einer Station, an der man Wasser unterschiedlicher Qualität verkosten kann. Außerdem gibt es an dem Tag auch Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule zum Thema „Boden und Moore“ und der Sekundarstufe 1 mit dem Themenschwerpunkt „Green Spoons: Boden in der Schule.“

 

Nachahmer*innen erwünscht!

Die Veranstaltung soll aber keine Eintagsfliege bleiben, sondern als mögliche Vorlage für alle dienen, die Ähnliches planen. Der ganze Tag wird deshalb professionell gefilmt und der Film im Anschluss veröffentlicht. Er soll den Tag besser für andere verständlich machen, wenn man nicht selbst dabei war, und das Nachmachen erleichtern. Neben dem Film stellt die IG gesunder Boden alle Informationen zu dem Tag auf ihrer Homepage öffentlich zur Verfügung. „Wir möchten Mut machen, damit möglichst viele Andere analoge Veranstaltungen durchführen“, erklärt Eva Sonnleitner.

Wer in der Nähe von Regensburg wohnt und sich anmelden möchte, kann das noch bis zum 8. Juli tun. Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung gibt es hier.

 

Informationen zum Verein:

Die Interessengemeinschaft gesunder Boden e. V. – kurz IG gesunder Boden – ist ein anerkannter gemeinnütziger Verein mit Sitz in Regensburg und wurde am 11.10.2016 von Gleichgesinnten aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern gegründet. Der Verein ist unabhängig, undogmatisch und überparteilich. Die Basis bilden Mitglieder aus Landwirtschaft und Wissenschaft, die regional und bundesweit tätig sind.

Das Ziel der IG gesunder Boden ist der Aufbau von gesunden Böden als Grundlage für gesunde Pflanzen, Tiere und Menschen.

 

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