von Mirjam Kornblum
In vielen kleineren Städten und Gemeinden gibt es die Gelbe Tonne. Manche Regionen, in denen keine Tonne aufgestellt werden kann, haben als Alternative den Gelben Sack. In beide gelbe Behältnisse gehören Leichtverpackungen aus Kunststoff und Metall sowie Verpackungen aus sogenannten Verbundmaterialien. Verbundmaterialien bestehen aus mehreren Schichten verschiedener Stoffe. Dazu zählen beispielsweise Tetrapacks für Getränke, Blisterpackungen für Medikamente oder beschichtetes Geschenkpapier.

Weitere Leichtverpackungen des täglichen Gebrauchs sind unter anderem Joghurtbecher, Plastikverpackungen für Lebensmittel, Shampoo-Flaschen, Zahnpastatuben, Aluminiumschalen, Nachfüllbeutel für Putzmittel und Konserven.
Becher ausspülen … Muss das wirklich sein?
Joghurtbecher sollten löffelrein entleert sein. Ein Ausspülen ist nicht notwendig, das spart wiederum auch Wasser. Den Aludeckel und Banderolen aus Papier möglichst abziehen und Becher nur ineinander stecken, wenn sie gleicher Art sind. Ansonsten erkennt die Sortiermaschine die verschiedenen Materialien nicht, das senkt die Recyclingquote. Grundsätzlich gilt, je lockerer der Müll eingeworfen wird, desto besser.
Die Wertstofftonne
2013 wurde in Berlin die Wertstofftonne eingeführt. Sie vereint die Gelbe Tonne, den Gelben Sack und die Orange Box, den damaligen Wertstoffcontainer. Mittlerweile gibt es die Wertstofftonne bereits in vielen Großstädten. Über sie lassen sich alle Abfälle, die für die Gelbe Tonne vorgesehen sind, entsorgen. Zusätzlich dürfen alle Wertstoffe aus Kunststoff und Metall hinein. Hier ein paar Beispiele: Plastikspielzeug, Kleiderbügel, Kronkorken, Pfannen, Eimer, Werkzeug, Besteck, Schrauben, Gießkannen, Sommerutensilien aus Plastik.
CDs dürfen ebenfalls in die Wertstofftonne, jedoch nicht in die Gelbe Tonne. Das Polycarbonat, aus dem CDs bestehen, ist ein wertvoller Rohstoff. Einige Kommunen bieten daher extra Sammelstellen an, bei denen sie abgegeben werden können.
Kunststoff, der in den Restmüll gehört
Leider kommt es immer wieder zu Fehlwürfen, bei denen der Irrglaube besteht, sie müssten in die Gelbe Tonne wie etwa Obst- und Kartoffelnetze. Diese können sich jedoch in den Sortiermaschinen der Recyclinghöfe verfangen und sie schädigen. Daher sind sie ein Fall für den Restmüll. Weitere Dinge aus Kunststoff, die in die schwarze Tonne gehören, sind Einmalhandschuhe, Luftballons, Spülschwämme, Zahnbürsten, Feuchttücher und leere Tintenpatronen.
Gelbe Tonne, Wertstofftonne, Schwarze Tonne, Grüne Tonne …
Mülltrennung scheint manchmal erst etwas komplex. Oft ist die Farbe der Tonne mit dem dazugehörigen Müll nicht in jeder Kommune identisch. Am besten also sich der Stadt, in der Gemeinde, in der man lebt, erkundigen, wie getrennt wird und wo was hingehört. Wenn man erst einmal verstanden hat, welcher Abfall in welche Tonne gehört, ist es machbar und von großem Vorteil für unsere Umwelt und für uns.
https://gelbe-sack.de/muelltrennung/gelbe-sack-und-die-gelbe-tonne
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/recycling/21113.html
Mehr zu MiKo & Klecks findet ihr hier: https://mikoundklecksontour.jimdosite.com/
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