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Der Verein Restlos glücklich aus Berlin setzt sich mit Workshops und Bildungsarbeit dafür ein, dass Lebensmittel mehr Wertschätzung erfahren.

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von Florian Roithmeier

„Egal, ob die Möhre krumm ist oder die Banane braune Pünktchen hat – jedes Lebensmittel ist wertvoll!“ Der Verein Restlos glücklich e. V. aus Berlin hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Menschen für mehr Wertschätzung und bewussten Konsum von Lebensmitteln zu sensibilisieren. Denn zu viele davon werden achtlos weggeworfen. Der Verein veranstaltet deshalb unter anderem Koch- und Bildungsworkshops, Team-Events, Mitmachaktionen und Vorträge zu den Themen Lebensmittelwertschätzung und klimaverträgliche Ernährung.

Hinter „Restlos glücklich“ steht ein gleichnamiger, gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder, Satzung und Tätigkeitsberichte man online einsehen kann. In der Geschäftsstelle arbeiten Menschen in den Bereichen Bildung, Buchhaltung und Öffentlichkeitsarbeit.

Anette Keuchel (li.) und Leoni Beckmann, die Gründerinnen von Restlos glücklich.

„Inspiriert von einem dänischen Restaurant, gründeten Anette Keuchel und Leoni Beckmann gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen 2015 ‚Restlos glücklich‘ – das erste Lokal Deutschlands, in dem mit aussortierten Lebensmitteln gekocht wurde. Das kleine Restaurant in Neukölln gibt es heute nicht mehr. Doch der Verein ist aktiver denn je“, erklärt Wenke Heuts von „Restlos glücklich“ im Gespräch mit good news for you.

Vielfältiges Engagement

Die Bildungsarbeit, die der Verein leistet, fängt schon bei Fünf- bis Sechsjährigen an: „Unser Projekt ‚Bis auf den letzten Krümel‘ soll Kitas bei der Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms unterstützen und die Vorschulkinder für Lebensmittelwertschätzung und Abfallvermeidung begeistern. Die Kinder bauen unter anderem ein Kompostglas, ‚retten‘ Lebensmittel oder bereiten gesunde Snacks zu. So erlangen sie spielerisch Wissen über Lebensmittelproduktion, -verschwendung und Abfallvermeidung“, erklärt Heuts. An Schulkinder richtet sich das Projekt „School Lunch“, das ihnen den Wert von Lebensmitteln spielerisch nahebringt.

Restlos glücklich gemeinsam mit Partneri*innen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Durch die Corona-Pandemie hat „Restlos glücklich“ die sogenannte Online-Kitchen ins Leben gerufen, ein Koch-Workshop via Zoom, bei dem das Miteinander im Vordergrund steht. Mittlerweile gibt es aber auch wieder Veranstaltungen vor Ort. Eine weitere Aktion ist die Restlos Rad-Tour. Sie findet im Rahmen der Berliner Informationskampagne zur Biotonne statt. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz fördert das Projekt. An der mobilen Fahrradküche und einem Smoothie-Bike werden ausschließlich Lebensmittel verarbeitet, die zuvor aus dem Verkauf aussortiert wurden.

Gemeinsam mit anderen Partner*innen ist „Restlos glücklich“ auch politisch aktiv und setzt sich unter anderem für ein Gesetz ein, dass Lebensmittelverschwendung effektiv einschränkt. Der Verein ist für sein Engagement mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem gewann er den Bundespreises „Zu gut für die Tonne“ 2017.

Tipps für dich!

Was sich aus scheinbar alten Lebensmitteln noch alles zaubern lässt!

„Restlos glücklich“ gibt auf seiner Homepage Tipps, wie man sparsamer mit Lebensmitteln umgeht: Zum einen soll man seinen Sinnen vertrauen. Das heißt: Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nicht gleich wegwerfen, sondern erst riechen und schauen, ob die Ware vielleicht doch noch gut ist. Außerdem: Eine Einkaufsliste schreiben, vermeidet Spontankäufe. Und wusstest du, dass man das Grün von Karotten als Grundlage für Pesto verwenden kann und Orangenschalen in Tee wunderbar schmecken? Diese und weitere nützliche Tipps findet ihr hier.

Außerdem findet man auf der Homepage des Vereins Rezepte zu vielen leckeren Gerichten, die sich aus Lebensmittelresten herstellen lassen: von Bananenschalen-Muffins über Blumenkohlblatt-Chips bis zu Rote-Beete-Kürbisbrot-Muffins.

 

Mehr zu „Restlos glücklich“ online, auf Facebook und Instagram. Häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet.

 

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Tipps gegen Lebensmittelverschwendung als Podcast:

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