von Mirjam Kornblum
Der CO2-Fußabdruck … Davon haben wir alle schon einmal gehört, doch was bedeutet er eigentlich? Er entsteht durch die Freisetzung von Treibhausgasen, v. a. Kohlendioxid (CO2), bei verschiedenen Vorgängen. Der CO2-Fußabdruck ist eine Art Maßeinheit für Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Länder. Je höher er ist, umso mehr belastet er unsere Umwelt.
Jede*r von uns verbraucht Ressourcen – der eine mehr, die andere weniger. Wir alle benötigen Nahrungsmittel zum Leben, wir verbrauchen Strom und Energie. Wir konsumieren Dinge, die ebenfalls Strom und Energie verbrauchen. Viele Menschen fahren oder fliegen jedes Jahr in den Urlaub … All das erzeugt unseren CO2-Fußabdruck.
Der CO2-Fußabdruck im persönlichen Bereich

Je mehr du darauf achtest, Umwelt und Ressourcen zu schonen, umso geringer ist dein CO2-Fußabdruck. Wer sich zum Beispiel pflanzenbasiert und regional ernährt, mit dem Fahrrad oder Elektroauto fährt, Second Hand kauft und darauf achtet, Energie zu sparen, trägt viel zum Klimaschutz bei.
Deinen Abdruck kannst du dir im Internet mit ein paar Angaben zu den folgenden vier Bereichen einfach berechnen lassen ( z. B. hier https://www.sauberenergie.de/engagement/co2-rechner):
- Wohnen & Energie
- Konsum & Freizeit
- Ernährung und Verkehr
- Mobilität
In Deutschland liegen wir mit 7,06 Tonnen pro Person jährlich weit über dem Wert, der unserer Erde gut täte. Auch mein persönlicher Wert liegt leider über 3 Tonnen, obwohl ich mir schon sehr viel Mühe gebe, umweltfreundlich zu leben. Doch wir haben alle die Möglichkeit, unser eigenes Verhalten und unseren Konsum zu überdenken und zu verbessern. Ein kleiner Anfang liegt in diesem Umwelt-ABC. Der ein oder andere Tipp kann dir dabei helfen, deinen persönlichen Fußabdruck zu verringern.
Der Earth Overshoot Day und was er besagt
Der Earth Overshoot Day ist der Tag im Jahr, an dem alle natürlichen Ressourcen wie sauberes Wasser, fruchtbare Böden, eine intakte Atmosphäre und funktionierende Ökosysteme, die unser Planet innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht sind. Dieser Tag der Erdüberlastung kommt jedes Jahr früher. Zum Vergleich: 1970 war der Tag am 30. Dezember, im Jahr 2000 bereits am 25. September. 2020 fiel er schon auf den 16. August, und dieses Jahr, nur weitere 5 Jahre später, bereits auf Ende Juli. In Deutschland war es bereits der 3. Mai 2025.
Diese Zahlen sprechen für sich. Es ist allerhöchste Zeit, unser Verhalten zu überdenken. Wir leben sozusagen auf Kredit. Nur, dass es sehr schwer ist, diesen Kredit zurückzuzahlen. Das Global Footprint Network hat 100 Lösungen dokumentiert, um den Earth Overshoot Day wieder nach hinten zu verschieben. Jede*r von uns kann bei sich selbst beginnen, um unseren Kindern eine lebenswerte Welt und nicht nur einen großen Schuldenberg zu hinterlassen. Lasst uns anfangen, unsere Schulden abzubauen und Mutter Erde etwas zurückzugeben.
Quellen und weitere Informationen
https://www.kindersache.de/bereiche/wissen/natur-und-mensch/dein-oekologischer-fussabdruck
https://www.wwf.de/earth-overshoot-day
https://www.polarstern-energie.de/magazin/artikel/earth-overshoot-day/
https://www.overshootday.org/power-of-possibility/movethedate-visual/
https://www.sauberenergie.de/engagement/co2-rechner
Mehr Infos zum ökologischen Fußabdruck, von dem der CO2-Fußabdruck ein Teil ist, einfach erklärt:
https://youtu.be/OYF2v7seDEE?si=oJejEj-L3ELwvDFR
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