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Heute schon geküsst?

Welttag des Kusses

Der Welttag des Kusses ruft uns in Erinnerung, wie gut es tut, geküsst zu werden. Denn wer viel küsst, der lebt auch länger.
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von Gerda Stauner

Der 6. Juli ist der Welttag des Kusses. Denkt man ans Küssen, fallen sicher jedem von uns eine ganze Reihe an Assoziationen ein. Mir kommt beispielsweise Klimts weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“ in den Sinn. Oder ich sehe zwei Teenager vor mir, die sich heimlich auf einer versteckten Parkbank küssen. Das Bild einer Mutter taucht auf, die ihrem Kind liebevoll einen Kuss auf die Stirn haucht. Oder ich denke an Freund*innen, die sich zur Begrüßung auf die Wange küssen. All diese Szenen zeigen, dass Küssen etwas sehr Privates ist, doch es gibt auch andere Beispiele. Der berühmte Kuss eines Matrosen und einer Krankenschwester auf dem Times Square in New York nach der Kapitulation der Japaner im Zweiten Weltkrieg zum Beispiel. Oder der sogenannte Bruderkuss bei der Begrüßung von befreundeten Staatschefs. Eines haben all diese Szenen gemeinsam: Ein Kuss ist immer mit tiefen Gefühlen verbunden, die wir mit Hilfe unserer Lippen zum Ausdruck bringen.

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Der International Kissing Day startete ursprünglich in England. Anfang der 2000er Jahre wurde er weltweit übernommen und findet nun immer am 6. Juli statt. In den allermeisten Kulturen gilt der Kuss als Ausdruck von Freundschaft und Liebe, manchmal auch als Zeichen von Ehrerbietung. Doch es gibt auch Länder, in denen es verpönt oder sogar strafbar ist, sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Dort ist der Kuss ausschließlich im privaten Kontext und innerhalb der eigenen Verwandtschaft erlaubt. Nur beim sogenannten Kunik, dem Aneinanderreiben der Nasen, das vor allem bei indigenen Völkern im nördlichen Polargebiet verbreitet ist, wird nicht geküsst. Man spricht hier zwar auch vom Inuit Kiss, aber die Lippen berühren sich dabei nicht, obwohl diese besondere Art des Küssens ebenfalls ein Zeichen tiefer Gefühle und Zuneigung ist.

 

Küssen setzt körpereigene Stoffe frei

Doch was passiert eigentlich im Körper, wenn wir unsere Lippen spitzen und einen anderen Menschen küssen? Schon im Bruchteil einer Sekunde wertet unser Gehirn viele kleine Details unseres Gegenübers aus. Es sammelt Informationen darüber, wie die oder der andere schmeckt und riecht, ob die Lippen warm oder kalt sind, sich glatt oder eher rau anfühlen. Fünf von zwölf Hirnnerven werden angesprochen und dann bricht ein wahres Feuerwerk an Signalen aus. Tausende von Nervenzellen schicken Befehle ans limbische System. Und dort stellen Drüsenzellen körpereigene Stoffe her und schütten diese aus. Endorphine und Hormone strömen durch unsere Blutbahn und führen dazu, dass wir uns gut fühlen. Stress wird abgebaut, soziale Bindungen verstärken sich und mit dem richtigen Gegenüber werden wir auch sexuell erregt. Doch beim Küssen geschieht noch mehr. Die Hirnregionen, die für depressive Stimmungen zuständig sind, werden deaktiviert, Adrenalin wird produziert und wir bewegen mehr als 30 Muskeln.

Die Wissenschaft ist sich nicht einig darüber, wieso sich Menschen überhaupt küssen. Es könnte damit zu tun haben, dass Mütter ihren Kindern in der Urzeit das Essen vorgekaut und dann mit gespitzten Lippen eingeflößt haben. Später könnten sie dann dazu übergegangen sein, ihre Kinder mit liebevollem Küssen zu beruhigen. Nach und nach entstanden dann auch das partnerschaftliche Küssen und all die weiteren Formen der Zuneigungsbekundung, die wir heute kennen.

 

Wer küsst, lebt länger

Interessant beim Küssen ist auch, dass etwa zwei Drittel der Menschen ihren Kopf dazu nach rechts neigen. Hier werden wohl besonders viele Nervenzellen angesprochen und bringen dabei Emotionen schneller in Gang. Noch dazu wird das Immunsystem angeregt und das Hormon Cortisol abgebaut. Beim Küssen fällt Druck von uns ab, unser Wohlbefinden wird gesteigert und wir können besser entspannen. Forscher haben sogar herausgefunden, dass Menschen länger leben, wenn sie oft küssen. Ein durchschnittlicher Mensch bringt es auf circa 100.000 Küsse in einem Leben.

Ob mit geschlossenen Augen, wie die meisten Frauen es tun, oder mit wachem Blick, wie die Hälfte der Männer es beim Küssen hält, ist egal. Und auch, ob ein Kuss nur wenige Sekunden oder gar Tage dauert, wie der längste Kuss der Welt, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass man Menschen um sich hat, denen man gerne einen Schmatzer gibt, und das am besten mehrmals am Tag. Wie oft habt ihr heute schon geküsst?

 

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