Von 16. bis 24. Juni 2018 setzen Menschen weltweit ein Zeichen für den Frieden, indem sie auf ihrem persönlichen Friedensweg pilgern.

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von Florian Roithmeier

Vom 16. bis 24. Juni sind Menschen auf der ganzen Welt für den Frieden unterwegs: Sie gestalten den Friedensweg, indem sie pilgern oder sich an Veranstaltungen des Friedenswegs beteiligen. Erich Hambach hat dieses Projekt 2016 ins Leben gerufen, 2017 fand der Friedensweg erstmals statt. Über eine Million Menschen waren dabei, um ein Zeichen für ein friedliches Miteinander zu setzen. Das Besondere am Friedensweg: Es gibt keine feste Organisation, keinen festen Weg. Jede*r, der oder die mitmachen will, kann sich aussuchen, wie er und sie sich beteiligt.

„Die Welt ist an dem Punkt angekommen, an dem es ohne Frieden nicht weitergehen kann. Der Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen, ist jetzt. Frieden erreichen wir nicht nur durch Beten und Meditieren, sondern wir, die Menschheitsfamilie, müssen den Frieden erschaffen“, erklärt Initiator Erich Hambach. Er versteht den Friedensweg als moderne Pilgerbewegung. Vom 16. bis 24. Juni 2018 sind deshalb Menschen weltweit für den Frieden unterwegs.

Warum den Friedensweg gehen?

„Das Gehen in Frieden ist in allen Kulturen tief verankert. Sobald unterschiedliche Menschen aufeinander zugehen, kann etwas Gemeinsames entstehen, das die Menschen verwandelt. Alle sind im Sinne der Präambel dazu willkommen.“ Diese Präambel besagt unter anderem drei Dinge: 1.) Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg! 2.) Der Friedensweg ist nicht gegen etwas und ist auch kein Aufruf zu Demonstrationen, sondern setzt ein Zeichen für den Frieden. 3.) Pilgern ist schon immer ein unbestrittenes Recht der Menschen, deshalb begeben wir uns auf diesen Weg.

Menschen aus der ganzen Welt machen beim Friedensweg mit: So auch Lorena mit Dirk in Peru!

Für den Frieden pilgern – klingt zunächst nach einer guten Idee. Kritische Stimmen könnten aber fragen: Wozu? Ein bisschen „pilgern“ löst doch nicht die Probleme dieser Welt! Erich Hambach sieht das anders: „Schon Einstein und andere bedeutende Wissenschaftlicher haben erkannt: Ein Problem kann niemals auf der gleichen Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist. Wenn zum Beispiel die Politik weltweit ein echtes und ehrliches Interesse an Frieden hätte, wäre längst Frieden. Wir Menschen müssen den Frieden kreieren; wir sind gefordert, in die lösungsorientierte Handlung zu gehen. Von alleine wird es nicht passieren. Wir werden mehr erreichen, wenn wir gemeinsam für eine Lösung gehen, als wenn wir uns erstarrt im Gegeneinander gegenüberstehen. Je mehr wir uns vernetzen und an lokalen Lösungen arbeiten, desto mehr und schneller wird sich die Welt in Richtung Frieden entwickeln. Außerdem: Was soll im schlimmsten Fall durch das Pilgern passieren, selbst wenn nicht sofort der Weltfriede entsteht? Man war mit Gleichgesinnten zusammen, hat eine gute Zeit gehabt, wertvolle Impulse bekommen und die eigene Gesundheit gestärkt. Viel Schöneres und Wichtigeres gibt es kaum.“

 

Der Maharishi-Effekt

Und tatsächlich scheint es positive Wirkungen zu geben: Es ist erwiesen, dass in Städten auf der ganzen Welt nach einer Friedensmeditation die Kriminalitätsrate vor Ort für mehrere Wochen nach der Meditation um etwa die Hälfte sank. Man nennt das den Maharishi-Effekt. „Um diesen zu nutzen, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen am Friedensweg teilnehmen und ihre positive Energie einbringen“, erklärt Erich Hambach.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, mitzumachen!

Der Friedensweg basiert auf Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Vernetzung. Es gibt keine zentrale Organisation. Er ist kein Verein und verfolgt keine politischen oder religiösen Ziele. Jede*r kann sich selbst aussuchen, wo und wie er bzw. sie pilgert: allein auf einer individuellen oder gemeinsam auf einer klassischen Pilgerroute wie beispielsweise dem Jakobsweg. Jede*r entscheidet für sich, ob er bzw. sie ein paar Stunden, ein Wochenende oder die gesamte Zeit vom 16. bis 24. Juni pilgert. Auch die Methode der Fortbewegung ist jedem selbst überlassen: zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf dem Pferd, im Boot, im Ballon – sogar „Pilger-Tauchen“ wie letztes Jahr in Ägypten ist möglich!

Den Friedensweg mitzugehen, heißt aber nicht, dass man sich körperlich fortbewegen muss: Es gibt Pilger-Events, denen man sich anschließen kann, zum Beispiel Friedens-Stammtische, Friedensfeuer oder -mahnwachen. Der Friedensweg ist so angelegt, dass jede*r dabei sein kann, egal ob er oder sie mitpilgert, von zu Hause aus in Gedanken dabei ist, Kraft durch Gebete sendet, mitsingt oder -tanzt. Die Friedensweg-Homepage zeigt, wie das im Detail funktioniert und was man dabei beachten sollte. Dort gibt es auch Plakate und Flyer zum Download, um den Friedensweg 2018 bekannter zu machen.

 

Atomphysikerin, Philosophin, Umweltaktivistin Dr. Vandana Shiva unterstützt den Friedensweg mit Erich und Tina Hambach in Bonn, Mai 2018.

Vandana Shiva unterstützt den Friedensweg

„Erzählt bitte allen Euren Freundinnen und Freunden vom Friedensweg. Werdet aktiv, geht mit, jetzt!“, ruft Initiator Erich Hambach auf. Für den Friedensweg 2018 konnte er Dr. Vandana Shiva gewinnen. Die bekannte Physikerin, Aktivistin und Autorin aus Indien wurde 1993 mit dem Alternativen Nopelpreis ausgezeichnet. Sie wird auch bei einem Friedensereignis Ende 2018 dabei sein, von dem „die Welt Notiz nehmen wird“, ist sich Erich Hambach sicher.

 

Der Friedensweg vom 16. bis 24. Juni 2018: Mehr Informationen gibt es auf der Friedensweg-Homepage und auf Facebook.

 

Auch ihnen ist der Frieden ein wichtiges Anliegen:

Lied von Yael Deckelbaum zum Friedensmarsch der Frauen

Frieden um unserer Kinder willen

 

 

 

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