Mit Gedanken von Nelson Mandela und Martin Luther King mahnt die WAIMH Frieden und Gewaltlosigkeit zum Wohl unserer Kinder an

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Folgender Beitrag wurde erstmals in „Perspectives in Infant Mental Health“, Vol. 22 No. 2-3 (Sommer 2014), veröffentlicht, als Michael Brown in Ferguson, Misssouri, erschossen wurde. Seitdem geschah noch mehr Gewalt: Mehrere unschuldige afroamerikanische Jungen und junge Männer wurden ermordet. Es gab mehrere terroristische Anschläge – in Paris, Orlando, Nizza, San Bernardino, Berlin und an anderen Orten. Angst und Hass wachsen – wie ein Triumpf. Und das Unakzeptierbare läuft Gefahr, dass es als das Neue normal wird. Wir wenden uns wieder Martin Luther King und Nelson Mandela zu, um uns darin zu bestärken, was gut und richtig ist, und um zu fragen, was wir für Kinder und ihre Familien tun können.

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Was machen wir mit unseren Babies, unseren Kindern?

10 Fragen an Nelson Mandela und Martin Luther King

Nachdruck WAIMH_2017 (=World Association for Infant Mental Health)

 

1. Worum geht es hier?

„Ich akzeptiere auf keinen Fall die Meinung, dass die Menschheit so tragisch mit der Düsternis des Rassismus und des Krieges verbunden ist, dass der helle Streif am Horizont, der Frieden und Brüderlichkeit verspricht, nicht wahr werden kann. Ich glaube fest daran, dass Wahrheit ohne Waffen und bedingungslose Liebe letztendlich siegen werden.“

Martin Luther King, Jr., Acceptance Speech on the occasion of the award of the Nobel Peace Prize in Oslo, December 10, 1964

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2. Wo beginnt es?

„Niemand wurde geboren, um jemand anderen aufgrund seiner Hautfarbe, seiner Herkunft oder seiner Religion zu hassen. Menschen wird der Hass gelehrt. Und wenn sie den Hass lernen konnten, können sie auch lernen zu lieben, denn Liebe ist für das menschliche Herz natürlicher als der Hass.“

Nelson Mandela, The Long Walk to Freedom, 1994

 

3. Welche Überlegungen können zu Heilung und Frieden führen?

„Wir müssen die Fähigkeit entwickeln zu vergeben und diese Fähigkeit beibehalten. Wer die Kraft des Vergebens annimmt, nimmt auch die Kraft der Liebe an. Es steckt etwas Gutes im Schlimmsten von uns und etwas Böses im Besten. Wenn wir das erkennen, sind wir weniger anfällig dafür, unsere Feinde zu hassen.

Martin Luther King, Jr., Where Do We Go From Here? 1967

4. Wenn eine Nation darin versagt, ihre Kinder bei all den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen, hat sie ihren moralischen Kompass verloren. Wenn eine Nation ihren Kindern Leid zufügt, hat sie ihren Weg verloren. Wie finden wir unseren Weg?

„Wir müssen lernen, wie Brüder und Schwestern zusammenzuleben oder wir gehen zusammen als Narren unter.“

Martin Luther King, Jr., Speech in St. Louis, Missouri, March 22, 1965

5. Das Überleben und Wohl der Kinder liegen in der Verantwortung der gesamten Menschheit. Können Kinder uns helfen, zusammenzuhalten?

„Nichts offenbart die Seele einer Gesellschaft klarer als die Art, wie sie mit ihren Kindern behandelt.“

Nelson Mandela from the launch of the Nelson Mandela Children’s Fund, Mahlamba Ndlopfu, Pretoria, South Africa, 8 May 1995

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6. Eines der zerstörendsten Ergebnisse unerbittlichen Terrors ist, dass wir uns an seine Wirkung gewöhnen können. Angst und Hoffnungslosigkeit führen zu Lähmung und Schweigen. Können unsere Stimmen dazu verhelfen, wieder Hoffnung herzustellen?

„Unser Leben beginnt an dem Tag zu enden, an dem wir uns nicht mehr zu Dingen äußern, die wesentlich sind.“

Martin Luther King, Jr., in „I Have a Dream“: Writings and Speeches That Changed the World, James M. Washington (Editor), 1986

7. Was können wir tun, wenn unser tiefster Glaube und unsere Werte mit Füßen getreten werden? Was können wir sagen, wenn wir das thematisieren?

„Wir geloben, alle Menschen von der kontinuierlichen Knechtschaft der Armut, von Entbehrungen, Leid, von Geschlechter- und anderen Diskriminierungen zu   befreien.“

Nelson Mandela, Eröffnungsansprache, Pretoria, 11. Mai 1994  (Man kann davon ausgehen, dass Mandela hier vermutlich für alle Menschen von allen Menschen gesprochen hat.)

8. Was können wir unternehmen, wenn eine Herausforderung unüberwindbar erscheint?

„Menschlicher Fortschritt verläuft weder automatisch noch vorprogrammiert. Jeder Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit erfordert Opfer, Leid und Kampf – den unermüdlichen Einsatz und die leidenschaftliche Anteilnahme engagierter Menschen.“

Martin Luther King, Jr., Stride Toward Freedom: The Montgomery Story, Harper & Brothers, 1958

9. Was können wir tun?

„Mutige Menschen haben keine Angst zu vergeben, wenn es um den Frieden geht.“

Nelson Mandela in einem Interview mit Anthony Sampson, veröffentlicht in „The Observer“ (Sunday, May 1, 1994)

„Wenn du mit deinem Feind Frieden schließen willst, musst du mit ihm arbeiten. Dann wird er dein Partner.“

Nelson Mandela, Long Walk to Freedom, 1995

„Finsternis kann nicht aus der Finsternis führen; das kann nur das Licht. Hass kann nicht aus dem Hass führen; das kann nur die Liebe.“

Martin Luther King, Jr., A Testament of Hope: The Essential Writings and Speeches, James M. Washington (Editor), 1986

10. Werden wir Erfolg haben?

„Es erscheint immer unmöglich, bis es getan ist.“

Nelson Mandela, speech at Harvard University, 1998

 

Quelle: https://www.waimh.org/i4a/pages/index.cfm?pageID=3398

veröffentlicht am 9. Januar 2017

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Herzlichen Dank für die Empfehlung dieses Textes an Dr. Hermann Scheuerer-Englisch, Dipl.-Psychologe und Psychotherapeut.

Herzlichen Dank für die Übersetzung des Textes ins Deutsche an Beatrix Baumann und Anna Rustler.

 

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