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Gemeinschaftsgärten in der Stadt für Einheimische und Menschen mit Fluchterfahrung

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von Isolde Hilt

Diese Geschichten gibt es auch: Menschen hier bei uns überlegen sich, wie sie Menschen, die fliehen mussten und bei uns Zuflucht suchen, integrieren und willkommen heißen können. Eine Bewegung nennt sich „Grünstadtgeflüster“. Sie will in ganz Deutschland interkulturelle Begegnungsstätten in Form von urbanen Gemeinschaftsgärten schaffen. Der Gedanke dahinter: Integration kann nur gelingen, wenn man Gelegenheiten schafft, sich kennenzulernen und näherzukommen. Die Münchner Initiative ist mit ihrem Projekt von der Hertie-Stiftung für den Deutschen Integrationspreis nominiert. Bis zum 11. April gilt es, möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu gewinnen, damit das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.

„Wir wollen, dass unsere Gärten dauerhaft Wurzeln schlagen und Orte des interkulturellen Lernens, des Ankommens und der Offenheit schaffen“, schildern Nadja, Katrin, drei Julias, Lisa, Emanuel und Anna ihr Anliegen. Ihre Vision: „Grünstadtgeflüster ist ein leiser, aber immer lauter werdender Vorbote interkultureller Verständigung. Es erzählt Geschichten eines wertschätzenden Miteinanders und des Aufeinander-Zugehens, es erzählt von dir und mir, wie wir miteinander eine Gesellschaft der Offenheit und Vielfalt mit Neugierde für den/das Unbekannte aufbauen. Ein Flüstern, das durch die Straßen der Städte weht, an den Hausfassaden widerhallt, sich zu einem Chor aus Echos multipliziert und zu einem kollektiven Grünstadtsummen wird.“

Im Bürgerpark in München/Oberföhring gedeiht gerade das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat. Knapp 100 m2 Beetfläche sind am Entstehen, die eine Gartengemeinschaft von bis zu 50 Leuten nutzt, um Gemüse und Kräuter anzubauen. Ein Drittel der Fläche steht Menschen zur Verfügung, die aus ihrem Land fliehen mussten. Die Erfahrungen aus diesem Projekt, so die Hoffnung, werden eine wertvolle Hilfe sein, um weitere Flächen in München und dem Umland zu erschließen.

Grünstadtgeflüster bittet um Unterstützung

Das Konzept „Grünstadtgeflüster“ wurde für den Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung nominiert. Insgesamt präsentieren sich 50 Projekte auf der Crowdfunding-Plattform startnext.com, um ihr Vorhaben einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und es somit realisieren zu können. Die 20 Projekte, die bis zum 11. April am meisten für sich begeistern konnten, erhalten von der Hertie-Stiftung eine zusätzliche Prämie von 5.000 bis 15.000 Euro.

Alle Projekte, die bis zum 2. Mai die Fundingschwelle von 10.000 Euro erzielt haben, sind für den Deutschen Integrationspreis 2017 nominiert und haben die Chance auf insgesamt weitere 100.000 Euro Zuschuss.

Wer die Bewegung „Grünstadtgeflüster“ stärken möchte, kann dies tun unter: https://www.startnext.com/gruenstadtgefluester

Weitere Infos zum Deutschen Integrationspreis 2017: https://www.startnext.com/pages/deutscher-integrationspreis#contest

 

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