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Malteser bringen ehrenamtlich Kranke zu Orten in ganz Deutschland, die für sie eine große Bedeutung haben - und erfüllen ihnen damit Herzenswünsche.

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von Florian Roithmeier

Ein Konzert seiner Lieblingsband besuchen, ans Meer fahren und die wohltuende Brise einatmen, Zeit mit seiner Familie verbringen… Für viele von uns sind das banale Wünsche, die man sich leicht erfüllen kann. Anders ist das für Menschen, die schwer krank sind oder im Sterben liegen. Vor allem, wenn man nicht mehr mobil ist und eine Reise mit körperlichen Strapazen verbunden ist, bleiben solche Wünsche oft unerfüllt.

Die Malteser haben deshalb den Herzenswunsch-Krankenwagen ins Leben gerufen. Dieser Krankenwagen bringt Menschen dorthin, wo sie alleine nicht mehr hingelangen. Sie können Abschied nehmen, noch einmal genießen oder sich wie früher fühlen. Damit erfüllen die Helfer*innen Betroffenen ihre letzten großen Wünsche, die ihnen oft alles bedeuten.

 

Joachim* war sein Leben lang gerne im Wald, um Pilze zu sammeln. Joachim hat Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium und wird nicht mehr lange leben. Sein großer Wunsch war es deshalb, noch einmal zusammen mit seiner Frau in den Wald fahren zu dürfen. Er wollte noch einmal die Pilze sehen, die beide ein Leben lang geliebt hatten. Auf einer Fahrtrage bringen ihn die Helfer*innen der Malteser in den Wald. Sie fahren über Stock und Stein, um Joachim seinen großen Wunsch zu erfüllen.

Theresa* hat Trisomie 21. Wie lange sie noch lebt, kann niemand genau sagen. Sprechen oder laufen kann sie nicht. Der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen ermöglicht ihr ihren Wunsch: das Meer sehen. Vier Helfer*innen der Malteser fahren gemeinsam mit Theresa und ihrer Familie vier Stunden zur Nordsee. Cosima spürt den Wind im Gesicht und lacht die ganze Zeit glücklich. Man merkt: Auch hier geht ein großer Wunsch in Erfüllung.

Seit 2017 unterwegs, um Herzenswünsche zu erfüllen

Die Idee des Herzenswunsch-Krankenwagens kommt eigentlich aus dem Ausland. Malteser-Pressesprecher Klaus Walraf: „Wir haben sie in Deutschland aufgegriffen. Der erste Herzenswunsch-Krankenwagen fuhr in Leverkusen.“ Elf große Malteser-Gliederungen folgten – unter anderem Köln, Hannover, Dresden, Osnabrück, Braunschweig und Würzburg. Auch Malteser-Bundesseelsorger und Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, ist begeistert: „Für mich ist der Herzenswunsch-Krankenwagen eine der neuen Leistungen unserer Ehrenamtlichen im Jahr 2017!“

Soziales Engagement, das nur dank Spenden möglich ist

Der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser finanziert sich nur aus Spenden. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann hier einmalig oder regelmäßig einen Geldbetrag zur Verfügung stellen.

Die Rettungs- und Notfallsanitäter*innen, die die schwer kranken Menschen begleiten, sind ehrenamtlich im Einsatz. Sie stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um kranken Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ihre Wünsche zu erfüllen. „Das medizinische Alltagsgeschäft ist eng getaktet. Hier hat man die Möglichkeit, sich einem Patienten sehr eng zu widmen“, sagt ein ehrenamtlicher Helfer.

Für die Patient*innen und deren Familien ist der Herzenswunsch-Krankenwagen kostenlos.

Regionale Ansprechpartner*innen vor Ort

Die Krankenwägen sind in ganz Deutschland unterwegs. Sie sind wie alle anderen auch professionell fachlich besetzt und ausgestattet. So ist im Notfall schnelle Hilfe möglich. Wenn man den Krankenwagen für einen nahen Angehörigen oder Bekannten selbst nutzen möchte, kann man auf der Homepage der Malteser seine Postleitzahl eingeben. Anschließend werden E-Mail-Adresse und Telefonnummer eines regionalen Ansprechpartners angezeigt. Mit diesem kann man alles Nötige besprechen.

Mehr zum Herzenswunsch-Krankenwagen gibt es auf www.malteser.de/herzenswunsch.

 

* Name(n) von der Redaktion geändert.

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