Obst und Gemüse vor dem Müll retten

Die Manufaktur DÖRRWERK macht z. B. aus Äpfeln, die für den Supermarkt "nicht gut genug" sind, leckeres Fruchtpapier.

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von Florian Roithmeier

Obst und Gemüse, das im Handel landet, muss perfekt aussehen. Was auch nur eine kleine Delle hat, kommt gar nicht erst in die Läden.

Die Schattenseite: Jedes Jahr enden Millionen Tonnen von eigentlich noch wohlschmeckenden, genießbaren Lebensmitteln genau deshalb im Müll.

Jede Frucht ist schön.

Das bringt Zubin Farahani, Arzt aus Berlin, auf den Plan: Warum wegwerfen, wenn man es noch verwenden kann? Also rettet er zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren, Mangos, Ananas. „Retten“, das heißt: Er kauft von Händlern und Hofbesitzern aus der Umgebung Berlins das nicht makellose, aber noch gute Obst auf.

Das Team von DÖRRWERK (v. l.): Jonas Bieber, Philipp Prechtner, Zubin Farahani

Farahani experimentiert in seiner Küche, dörrt Früchte und verkauft den Prototyp des „Fruchtpapiers“. Zu 100 Prozent natürlich, ohne Zusatzstoffe oder Aromen –­­ ein rundum gesunder Knabbersnack.

Zubin Farahani holt seinen alten Freund Jonas Bieber mit ins Boot. Sie gründen die DÖRRWERK GmbH, um noch mehr Gesundes zu retten, getreu ihrem Motto: „Jede Frucht ist schön.“

Das nötige Geld für Dörröfen und Betriebsräume sammeln sie über Crowdfunding. Anfang 2015 haben Farahani und Bieber über 10.000 Euro zusammen. DÖRRWERK startet durch, die Fruchtpapier-Maschine läuft. Im Sommer 2016 kommt Philipp Prechtner zum Team dazu. Er kümmert sich vor allem um Vertrieb und Geschäftsentwicklung.

DÖRRWERK wird größer.

Die Bilanz von DÖRRWERK kann sich sehen lassen: Jeden Tag stellt das Trio über 1.000 Tüten Fruchtpapier her. Über 60 Tonnen Obst und Gemüse haben die drei schon gerettet – unter anderem 40 Tonnen Tomaten, die das Team zu knusprigen „Tomaten-Chips“ verarbeitet hat.

Das Ziel für 2017: 100 Tonnen retten! Dafür müssen die Produkte, unter anderem das Fruchtpapier, in den Einzelhandel. Das Geld dafür haben die DÖRRWERK-Macher in einem weiteren Crowdfunding-Projekt schon zusammen bekommen. Jetzt liegt es an den Händlern – und an uns. Also: BESTELLEN 🙂
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Fazit: Eine tolle Idee, die der Wegwerfgesellschaft den Kampf ansagt. Außerdem gesund und lecker! Mehr auf www.doerrwerk.de.

 

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