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Der spanische Künstler Andoni Bastarrika erschafft in Nordspanien lebensechte Sandskulpturen am Strand.

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von Kristin Frauenhoffer

Es sind die schönsten Kindheitserinnerungen: stundenlang völlig versunken am Strand sitzen und Sandburgen, Staudämme und andere Kunstwerke bauen. Der spanische Künstler Andoni Bastarrika hat das Modellieren mit Sand perfektioniert und erschafft lebensechte Sandskulpturen. Diese erfreuen die Badegäste am Strand von Zarautz im Norden Spaniens.

Alles begann 2010, als Andoni Bastarrika mit seinen Töchtern an seinem Heimatstrand im Baskenland war. Plötzlich – einer inneren Eingebung folgend – begann er, mit seinen Händen den Sand zu formen. Ohne bewusst zu wissen, was aus dieser Form werden würde, machte Andoni weiter. Seine Hände arbeiteten einfach und sein Kopf schaltete ab. „Am Ende lag eine Meerjungfrau aus Sand dort am Strand und ich hatte etwas in mir entdeckt, das wie ein Geschenk zu mir kam“, berichtet er.

So naturnah und lebensecht, als könnten sie jeden Moment zum Leben erwachen

Für einen Hunde benötigt Andoni Bastarrika 6 bis 8 Stunden. (Foto: privat)

Dieser Berufung folgte er und heute – 10 Jahre später – ist er ein Meister der Sandskulpturen geworden. Er hat sich vor allem auf Tiere spezialisiert. Ob Hunde, Elefanten, Krokodile oder Pferde: Andonis Kunstwerke sehen so naturnah und lebensecht aus, als könnten sie jeden Moment zum Leben erwachen. Beim Modellieren sei es laut Andoni daher immer der erste Schritt, einen bestimmten Ausdruck zu finden, der seine Sandskulptur lebendig wirken lässt. Hat er diesen gefunden, bearbeitet er die Details mit einem spitzen Stock und einer Feder. Die unterschiedlichen Farben in seinen Werken erzielt er mit Asche, Kohlestaub und Steinpulver. Auch weitere Materialien, die man am Strand findet wie Muscheln und Treibholz, kommen zum Einsatz.

Eine klare Botschaft zum Thema Tierschutz: Respekt ist das Wichtigste

Doch Andonis Sandkunstwerke sind nicht einfach nur schön anzusehen. Hinter der Kunst verbirgt sich auch eine klare Botschaft zum Thema Tierschutz. „Wir sollten Tiere nicht einfach nur schützen, sondern sie respektieren. Wir können nämlich einiges von ihnen lernen. Sie sind freie Geister und immer authentisch. Der Umgang mit ihnen ist für uns Menschen ein Weg, uns wieder mit der Natur zu verbinden“, erklärt Andoni den Hintergrund seines Schaffens. Für ihn sei es daher auch inakzeptabel, Tiere anzuketten oder gar einzusperren.

Dieses Werk soll auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen. (Foto: privat)

Deshalb stellt er seine Sandtiere immer in Freiheit ohne Kette oder Halsband dar. Diese Nacktheit sei eine Form der Freiheit, die den Menschen abhanden gekommen sei, sagt Andoni. Er möchte damit die Betrachtenden zum Nachdenken anregen.

Einzelne Sandkörner verbinden sich zu etwas Einzigartigem

Für den spanischen Künstler ist das Arbeiten mit Sand symbolhaft für ein friedvolles Zusammenleben unserer Gesellschaft. „Damit eine Sandskulptur hält, müssen sich ganz viele Sandkörner vereinigen. Das Wasser hält sie zusammen, aber jedes einzelne Korn ist individuell und einzigartig. Wenn dann der Wind kommt und alles trocknet, fliegen die einzelnen Körner in alle Richtungen und die Skulptur löst sich auf“, erklärt Andoni Bastarrika. Das sei für ihn und auch für uns Menschen der Weg, eine Welt der Schönheit und Gemeinschaft zu schaffen. Zusammenarbeiten, um etwas zu schaffen, aber dabei unsere eigene Individualität nicht verlieren. Und dann, wenn die Zeit gekommen ist, auseinandergehen und sich wieder neu verbinden.

 

Das Krokodil sieht gefährlich aus – ist es Gott sei Dank nicht. (Foto: privat)

Viele Sandkörner vereinigen sich zu diesem tollen Pferd – eines von Andonis Lieblingswerken. Dafür brauchte er zwei Tage. (Foto: privat)

Ein riesiger Oktopus am Strand. Die Saugnäpfe bestehen aus Muscheln. (Foto: privat)

 

Mehr Bilder der vergänglichen Kunst von Andoni Bastarrika kann man auf Instagram oder Facebook bestaunen.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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