Auf dem Portal finden sich Tipps, Ideen und Kniffe, die jede*r einfach umsetzen kann, um sein Leben nachhaltiger zu gestalten.

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von Florian Roithmeier

„Genial einfach: Plätzchen backen im Waffeleisen!“ – „Deodorant ohne Aluminium selbst herstellen: So einfach geht’s!“ – „Niemand ist zu alt für einen Adventskalender: 43 Ideen für Erwachsene“. Solche praktische Tipps für den Alltag findet man auf dem Ideenportal smarticular.net. Das Besondere: Die Ideen sollen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen. Wir haben mit Gründer Sebastian Knecht gesprochen. Außerdem verlost good news for you zwei Mal den nachhaltigen Jahresplaner „Grüner Faden“ von Smarticular!

 

Sebastian, in einem Satz formuliert: Was ist smarticular.net?

smarticular.net ist das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben. Es ist ein Ort für alle, die in ihrem Tempo leben wollen, aber ohne Belehrungen darüber, was richtig oder falsch ist, ohne erhobenen Zeigefinger. Wir setzen uns ein für nachhaltigen Konsum, den jede*r unmittelbar selbst verwirklichen kann.

Wie seid ihr darauf gekommen, das Portal ins Leben zu rufen?

Als eine kleine Gruppe von Enthusiasten haben wir überlegt: Was könnte man tun, um die Welt lebenswerter zu machen? Mit mehr Rücksicht auf die Umwelt, auf andere Lebewesen und auf die Menschen, die nach uns kommen? Uns war klar, dass Politik für uns persönlich nicht der richtige Weg ist, denn die „eine richtige Lösung für alle“ gibt es nicht.

Stattdessen wollten wir die Veränderung „von unten“ vorantreiben: mit Ideen, die so vielseitig und unterschiedlich sind wie die Menschen. So entstand die Idee, einfache, für jede*n leicht umsetzbare Anleitungen zu veröffentlichen. Mit ihnen soll jede*r unmittelbar etwas bewirken und kleine Veränderungen im Alltag vornehmen können, die in der Summe etwas Großes werden.

Ein Beispiel sind Plastik-Produkte: Natürlich könnte man ein generelles Plastikverbot fordern, aber das dauert uns zu lange. Stattdessen kann sich jede*r selbst schon heute für bessere Alternativen entscheiden, ganz ohne Verbote. Dinge selber machen statt sie fertig zu kaufen, weniger künstliche Chemikalien, weniger ungesunde Fertigprodukte, dafür mehr Zufriedenheit, Natur und Minimalismus – das sind die Zutaten, die fast jeder Anleitung auf dem Ideenportal innewohnen.

Die Ideen und Lösungsansätze von smarticular.net sind so vielseitig wie die Mitglieder der Community.

„Eine kleine Gruppe Enthusiasten“ … wer seid ihr genau?

Begonnen hat alles im Jahr 2014 im Wohnzimmer. Dort tüftelten und experimentierten wir in einer Art „smarticular-WG“ und dokumentierten alles in Form von Blog-Beiträgen. Doch Prioritäten und Schwerpunkte im Leben ändern sich. Einige Mitglieder verließen das Team, neue kamen dazu. Neben den beiden Gründern und Geschäftsführern Marco Eder und Sebastian Knecht besteht das Team heute aus rund einem Dutzend Mitstreiter*innen.

Auf eurem Portal finden sich viele „Do-it-yourself“-Anleitungen, Rezepte und Alltagstipps. Wie kommt ihr auf Ideen wie zum Beispiel, Plätzchen im Waffeleisen zu backen?

Die Ideen kommen von allen Seiten: Im Gespräch mit Familie, Freunden und Bekannten, aber auch aus der smarticular-Community kommen zahlreiche Tipps und Ideen. Angefangen hat es mit Tipps von den Großeltern: Die hatten damals gar keine andere Möglichkeit, als ihr Waschmittel selbst zu machen. Nach einigen Versuchen hatten wir den Dreh raus und machen seitdem Waschmittel, Putzmittel, Deo, Shampoo und noch viel mehr selbst. Mittlerweile wächst der Ideenfundus stetig.

Wonach wählt ihr aus, was ihr auf eurem Portal veröffentlicht und was nicht?

Kleine Schritte sind besser als gar keine Schritte. Es geht gar nicht immer um „absolute Nachhaltigkeit“. Stattdessen suchen wir Lösungen, die möglichst vielen Menschen helfen, gewisse Aspekte ihres Lebens nachhaltiger zu gestalten. Weil die Ausgangssituationen aller Menschen verschieden sind, gibt es auch viele unterschiedliche Lösungsansätze. Natürlich könnte man fordern, dass jede*r sofort Veganer*in wird oder dass Plastikverbote verabschiedet werden, was sicher auf seine Weise Sinn macht. Wir glauben aber, dass es besser ist, wenn jede*r sich selbst aus freien Stücken bewusst für nachhaltigere Alternativen entscheidet, weil nur ohne Zwang und Druck eine wirklich nachhaltige Entwicklung entsteht – in den Köpfen und im Alltag.

So vielfältig wie die Menschen sind auch die Wege hin zu mehr Nachhaltigkeit. Darum gibt es bei uns keine starren Kriterien. Das Ergebnis zählt, eine positive Veränderung im Großen oder im Kleinen zu bewirken.

Es gibt bei uns keine starren Kriterien. Das Ergebnis zählt!

Probiert ihr alle Tipps, die ihr auf smarticular.net gebt, auch vorher selbst aus?

Ja! Wir sind überzeugt, dass wir nur etwas erreichen können, wenn die Ideen auch funktionieren. Darum probieren wir fast alle Anleitungen und Rezepte in unserer „Hexenküche“ aus und verfeinern sie, bis wir davon überzeugt sind, dass sie für viele Menschen leicht umsetzbar sind. Natürlich gibt es auch zahlreiche Rückmeldungen von Fans, die uns helfen, die Tipps noch nützlicher und alltagstauglicher zu machen. Viele Dinge haben wir eigens entwickelt oder neu erfunden, wie etwa das smarticular-Baukastenwaschmittel oder den Wachsfresser, mit dem sich Kerzenreste sinnvoll verwerten lassen.

Smarticular ist nicht nur das Portal smarticular.net. In welchen Bereichen seid ihr sonst aktiv?

Neben der umfangreichen Arbeit für die smarticular-Online-Community produzieren wir seit zwei Jahren Bücher, mit denen man die zahlreichen Ideen auch ohne Computer ausprobieren kann. Besonders stolz sind wir auf unser erstes Buch „Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie“. Das Buch erklärt auf einfache Weise, wie sich die fünf umweltfreundlichen Hausmittel Natron, Soda, Essig, Zitronensäure und Kernseife verwenden lassen, um fast alle Waschmittel, Putzmittel und andere Drogerieprodukte zu ersetzen.

Ein weiteres Herzensprojekt haben wir in diesem Sommer verwirklicht: Der „Grüne Faden“ ist ein nachhaltiger Jahresplaner, der seinen Besitzer mit zahlreichen saisonalen, „grünen“ Tipps und Ideen durchs ganze Jahr begleitet und einen bewussteren Umgang mit der eigenen Zeit und sich selbst ermöglicht.

Jeden Tag sehen wir, wie zahlreiche Menschen dank smarticular.net ihr Leben nachhaltiger machen.

Was sind eure lang- und kurzfristigen Ziele?

Unsere Ideenliste ist unglaublich lang. Es fällt manchmal schwer zu entscheiden, wo wir unsere Zeit investieren wollen. Das wichtigste Ziel haben wir sicher schon erreicht: Jeden Tag sehen wir, wie zahlreiche Menschen dank smarticular.net ihr Leben auf die eine oder andere Weise nachhaltiger machen.

Als nächsten großen Schritt planen wir, die Idee des Selbermachens für noch mehr Menschen zugänglich zu machen, auch ohne Internet und ohne Computer. Unter dem Slogan #SelberMachbar haben wir zu diesem Zweck eine Community-Workshopreihe konzipiert und passende Workshop-Materialien produziert. Damit kann jede*r zum Workshopleiter oder zur Workshopleiterin werden: Egal ob für Freunde, Familie, Kollegen, im Verein oder in der Schule: Mit von uns konzipierten Anleitungen und geprüften Rezepten wollen wir noch mehr Menschen davon überzeugen, die eine oder andere selbst gemachte Alternative auszuprobieren – abseits des üblichen Massenkonsums.

Noch etwas, das ihr gerne sagen möchtet?

Niemand ist perfekt, das ist aber auch nicht notwendig. Selbst kleine Verbesserungen im Alltag, und mögen sie auch unbedeutend erscheinen, bewirken in Summe eine große Veränderung in der Welt. Wir alle haben es in der Hand, die Welt zu dem Ort zu machen, an dem wir auch in Zukunft leben wollen.

 

Mehr zu Smarticular gibt es auf www.smarticular.net und auf Facebook.

PS: Der Name „smarticular“ setzt sich zusammen aus „smart“ = clever, intelligent und „particular“ = speziell, besonders. Smarticular heißt also: ein Problem auf eine besonders effiziente, schlaue und ungewöhnliche Weise lösen. 😉 (Quelle: www.smarticular.net/warum)

 

Eine Überraschung für alle good news-Leser*innen!

Wir verschenken zwei Exemplare des Grünen Fadens“ – der Jahresplaner für ein einfaches und nachhaltiges Leben. Ein herzliches Dankeschön an smarticular.net, die uns diesen Gewinn zur Verfügung stellen!

Und so kannst du gewinnen:

Sende uns einfach eine E-Mail an neues@goodnews-for-you.de. Einsendeschluss ist Sonntag, der 2. Dezember 2018, 24:00 Uhr. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der bzw. die Gewinner*innen werden von uns benachrichtigt und erhalten den Planer zugesandt. Nach der Verlosung werden die Daten aller Teilnehmer*innen an diesem Gewinnspiel vollständig gelöscht. Wir wünschen viel Glück! 🍀

 

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