Eine besondere Tagespflege für Senior*innen:
Würdig, nachhaltig, wert-voll!

Simone und Wolfgang Kneip verbinden in ihrer besonderen Tagespflege für Senior*innen würdevolle Pflege mit Nachhaltigkeit.

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von Petra Bartoli y Eckert

In Würde alt werden – das wünscht sich vermutlich jede*r. In der Tagespflege „Regensburger Stubn“ erleben pflegebedürftige Senior*innen, dass sie wichtig und wertvoll sind und dass jemand für sie Zeit hat. Gleichzeitig setzen Wolfgang und Simone Kneip, die die teilstationäre Pflegestelle betreiben, auf Nachhaltigkeit: In der Tagespflege wird täglich frisch gekocht – mit Gemüse aus der Permakultur ihres privaten Gartens.

Als ich die Räume der Tagespflege im Regensburger Süden betrete, duftet es herrlich nach Rosmarin-Kartoffeln. In der offenen Küche wird mit Töpfen hantiert. Melanie, die Köchin, bereitet gerade das Mittagessen vor. Später wird gegrillt. Darauf freuen sich die Seniorinnen und Senioren der „Regensburger Stubn“ immer ganz besonders. Als Nachtisch gibt es frisches Obst.

Im Ofen sehe ich einen Apfelkuchen – der ist für das Kaffeekränzchen am Nachmittag. An die Küche schließt sich der lichtdurchflutete Aufenthaltsraum, das Herzstück der Tagespflege für Senior*innen an. Simone, die Chefin, begrüßt mich und stellt mich auch gleich den Besucher*innen vor. Die Gäste der Tagespflege lächeln mir zu, widmen sich dann aber wieder ihrem Morgenkreis. „Den machen wir jeden Tag nach dem Frühstück. Da wird erzählt, vorgelesen und gesungen“, erklärt Simone.

 

Pflege mit Herz und Seele

Wolfgang und Simone Kneip in ihrem Permakultur-Garten

Ich folge Simone in ihr Büro. „Die ganzen Formalien müssen natürlich erledigt werden“, sagt sie und deutet auf mehrere Akten, die auf ihrem Schreibtisch liegen. „Aber ich bin auch immer noch in der Pflege tätig. Das ist die Arbeit, die mir liegt und die ich liebe.“ Simone strahlt. Es ist ihr anzusehen, dass sie mit ganzem Herzen Altenpflegerin ist. Doch daneben ist sie – gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang – auch noch Unternehmer*in. Dadurch haben die beiden die Möglichkeit, ihre Ideen und Werte hier in ihrer eigenen Tagespflege umzusetzen und zu etablieren. Und auch in ihrem ambulanten Pflegedienst, mit dem sie Senior*innen zu Hause und im „Service Wohnen“ hier im Haus versorgen.

Dann erzählt mir Simone noch ein wenig über den Alltag in der Tagespflege für Senior*innen: „Die Gäste unserer Senioren-Tagespflege werden zwischen 8 und 16 Uhr von einem Team an Pflegefachkräften betreut. Täglich 15 Personen. Die Senior*innen kommen entweder aus ihren Wohnungen des „Service Wohnen“-Angebots. Oder sie werden von ihren Angehörigen oder einem Fahrdienst gebracht“, erzählt Simone.

 

Tagespflege auf Augenhöhe und mit Weitblick

„Wir beginnen mit einem Frühstücksbuffet. Am Vormittag nach dem Morgenkreis gehen wir dann eigentlich fast immer spazieren. Das mögen alle sehr gerne. Ganz in der Nähe gibt es einen Spielplatz. Dort sitzen wir dann oft auf den Bänken im Schatten. Einer unserer Gäste liebt das Schaukeln. Das könnte er ewig machen“, lacht Simone.

Die Tagespflege „Regensburger Stubn“ hat alles, was man sich von einer guten, würdevollen Pflege für seine Angehörigen oder für sich selbst wünscht: Die Senior*innen werden bei der Auswahl des Essens mit einbezogen. Sie helfen beim Zubereiten der Mahlzeiten. Es gibt Aktivierungsangebote, Ausflüge, geselliges Beisammensein und Mitbestimmung. Eine Physiotherapeutin kommt regelmäßig ins Haus. Einmal monatlich ist eine Friseurin vor Ort. Die Tagespflegestelle kooperiert mit einem Kindergarten in der Nachbarschaft.

 

Nachhaltigkeit in der Senioren-Tagespflege

Neben kompetenter Pflege und Betreuung bietet die Regensburger Tagespflege noch etwas ganz Besonderes anderes an. „Mein Mann ist begeisterter Gärtner. Und ich bin in einer Gärtnerei groß geworden. Wir bauen bei uns zu Hause verschiedenstes Obst und Gemüse in einer Permakultur an. Und die Ernte nehmen wir dann mit in die Tagespflege. Die Senior*innen helfen dabei, Obst zu verarbeiten und Gemüse zuzubereiten. Wir kochen Marmelade und backen Kuchen mit dem Obst. Wir verwenden das Gemüse für unsere frisch zubereiteten Mahlzeiten. Und sogar beim Ziehen des Gemüses helfen unsere Tagespflege-Gäste mit. Alles, was aufgrund der geltenden Hygienevorschriften möglich ist, versuchen wir umzusetzen“, erzählt Simone.

Und auch an die Mitarbeitenden wird gedacht: „Unser eigenes Gemüse reicht nicht, um auch das Team zu versorgen. Aber wir kooperieren mit SoLaWir (Solidarische Landwirtschaft) hier in Regensburg. Die liefern Gemüsekisten direkt zu uns ins Haus. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können eine Kiste zum verbilligten Preis abonnieren. Uns sind Nachhaltigkeit und Lebensqualität enorm wichtig.“ Außerdem gibt es ein Sportangebot für die Mitarbeitenden. Und einmal im Jahr gehen Simone und Wolfgang mit dem ganzen Team wandern. Ich bin begeistert!

Dann ist es Zeit, mich zu verabschieden. Die Senior*innen winken mir lachend nach. Nicht nur ihnen gefällt es hier richtig gut. Auch die Mitarbeitenden schätzen die Arbeitsatmosphäre, den respektvollen Umgang und die Mitarbeiterfürsorge. Und das sieht man! Auch ich habe mich sehr wohl gefühlt. Mit einem Lächeln verabschiede ich mich – und nehme ein gutes Gefühl und eine Portion Dankbarkeit für so viel Einsatz und Idealismus mit.

 

Mehr Infos findet ihr hier:

https://pflege-kneip.de/tagespflege-stubn/

 

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Hier geht es zum Beitrag über SoLaWir, mit denen die Tagespflege für Senior*innen kooperiert:

SoLaWiR – Ein großer Gemüsegarten für Stadtmenschen

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