von Isolde Hilt
Ein einfacher Beruf ist es nicht. Heilpädagog*innen arbeiten mit Menschen, die es nicht immer leicht haben und auf Unterstützung anderer angewiesen sind. Sie sind dort gefragt, wo es um Bildung, Förderung und Begleitung von Menschen geht, die eine Behinderung haben oder von Behinderung bedroht sind. Wer dieses Aufgabenfeld gewählt hat, ist schon länger im sozialen Bereich zuhause. Eine Voraussetzung, um Heilpädagog*in werden zu können, ist eine abgeschlossene Berufsausbildung – bevorzugt als Erzieher*in oder Heilerziehungspfleger*in (weitere Infos). Bei diesem Berufsprofil handelt es sich um eine berufliche Weiterbildung.
Nicht von oben herab, sondern wertschätzend. Stärken und Fähigkeiten eines Menschen im Blick und weniger Schwächen und Fehler. Beziehungen schaffen, aufbauen und fördern. Dazu die Zusammenarbeit mit anderen Fachkolleg*innen, um das Beste für die Menschen zu erreichen, die einem anvertraut sind: Es ist vor allem die Haltung, die dieser Arbeit zugrunde liegt und die viele diesen Beruf ergreifen lässt. „Mir war es schon immer wichtig, mit Menschen zu arbeiten und hilfreich zu sein“, meint etwa Petra Stretz, Heilpädagogin im Kinderzentrum St. Vincent in Regensburg. Michael Kraus, der noch in der Ausbildung zum Heilpädagogen steckt, fasziniert die Vielfältigkeit an diesem Beruf: „Es gibt die Kinderkrippe, den Kindergarten, die Jugendhilfe, bis ins Seniorenheim. Und es geht nicht nur um Zahlen, an denen man Erfolg misst, sondern ganz viel um Menschlichkeit, um das Miteinander.“
Gute Berufsaussichten als Heilpädagog*in
Die Weiterbildung, die Fachschulen, Fachakademien und Berufskollegs anbieten, dauert zwischen eineinhalb und drei Jahren. So vielseitig wie das Berufsfeld ist auch der Lehrplan für Heilpädagogik gehalten. Neben Fächern wie Medizin, Psychologie, Recht und Sozialmanagement machen insbesondere Lerninhalte wie Diagnostik und therapeutisch-heilpädagogische Methoden die Heilpädagogik zu einem gefragten Beruf. In Regensburg an der Fachakademie kann diese Ausbildung sogar in Teilzeit absolviert werden. Die Jobaussichten sind bestens und auch einer weiteren Karriere steht nichts im Weg: Wer möchte, kann im Anschluss noch ein Studium an einer Hochschule absolvieren.
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