Make Someone Happy:
Wenn jemand das Ankommen in der Fremde erleichtert

Sich in einem fremden Land orientieren: Das gelingt leichter, wenn jemand einem dabei hilft – und wie selbstverständlich zur Seite steht.

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von Petra Bartoli y Eckert

Durch kleine Gesten jemanden glücklich machen – das passiert oft ganz nebenbei im Alltag. Gemeinsam mit der Make Someone Happy Company aus den USA möchten wir diese Momente sichtbar machen. Denn wir sind überzeugt: Sie sind es, die die Welt zu einer besseren machen.

„Ach, das ist doch eigentlich gar nichts Besonderes!“ Das ist das erste, was mein Gesprächspartner sagt, als ich ihn auf seine Hilfsbereitschaft anspreche. Der junge Mann begleitet seit einigen Monaten ein Paar, das sich etwas schwer tut, sich in einem ihnen (noch) fremden Land zurechtzufinden.

Man mag jetzt vielleicht an jemanden denken, der ehrenamtlich geflüchteten oder neu zugezogenen Menschen beim Ankommen hier in Deutschland hilft. Doch wir befinden uns woanders: Mein Gesprächspartner, der mir von seinem Engagement erzählt, ist Vladislav Angelov, der in der Stadt Russe in Bulgarien lebt.

Make Someone Happy funktioniert international

Vladi ist Anfang 30, hat in Münster und Salzburg Geologie studiert und lebt seit einem knappen Jahr wieder in Bulgarien. „Bei uns in Russe legen viele Flusskreuzfahrtschiffe an. Ich bin öfter am Donauufer unterwegs. Dort treffe ich häufig auf Touristen, die deutsch sprechen. Vor einiger Zeit begegnete mir dort ein älteres Paar, das etwas orientierungslos aussah. Ich ging hin und fragte, ob ich helfen kann. Die beiden waren erstaunt, dass ich sie auf deutsch ansprach. Das lag vielleicht auch daran, dass ich sie mit „Servus!“ begrüßt habe. So wie ich es aus Salzburg gewohnt war“, sagt Vladi und lacht.

„Ich war überrascht, dass das Paar nicht Urlaub machte, sondern als Rentner nach Bulgarien ausgewandert war“, erzählt Vladi weiter. „Die beiden sind aus Hannover. Wir sind ins Gespräch gekommen. Und sie haben mir erzählt, dass sie mit ihrem Online-Translator nicht überall zurechtkommen würden. Die Frau und der Mann hatten schon angefangen, Bulgarisch zu lernen und das kyrillische Alphabet zu lesen. Aber sie brauchten Hilfe bei der Aussprache – oder auch, wenn es mal komplizierter wurde. Sie haben sich sehr gefreut, dass ich sie unterstützt habe. Zum Beispiel, wenn sie etwas nicht richtig verstanden hatten. Oder beim Anmelden ihres Autos hier in Bulgarien.“

Make Someone Happy: Kleine Gesten schaffen Verbindung

Mittlerweile ist das Paar schon mehr in Bulgarien angekommen. Kürzlich sind sie nach Warna, einer Hafenstadt am Schwarzen Meer, gezogen. Der Kontakt zwischen ihnen und Vladi ist weniger geworden. „Ich habe den beiden nicht nur geholfen, sondern hatte von dem Kontakt selbst ja auch etwas: Ich fand es schön, zu sehen, wie interessiert das Paar an der Kultur hier und an dem Land Bulgarien ist“, resümiert Vladi. Das verbindet die drei sicherlich. Denn auch Vladislav hat ja schon über längere Zeit in anderen Ländern gelebt.

Und noch etwas haben sie gemeinsam. „Ich weiß, wie es ist, in einem Land zu sein, wo du die Sprache nicht verstehst. Und erst einmal vielleicht niemand da ist, der dir helfen kann oder will“, sagt Vladi.

Ich finde, es braucht mehr Menschen wie Vladislav Angelov. Nicht nur in Bulgarien oder in Deutschland. Überall. Dann fällt uns vielleicht wieder mehr das auf, was uns verbindet, statt nur das, was uns trennt.

 

Mehr zu Make Someone Happy:

https://www.makesomeonehappycompany.com/

https://www.instagram.com/makesomeonehappycompany

 

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Make Someone Happy! Eine weitere internationale Geschichte findet ihr hier:

Make Someone Happy, Tropfen 4: mit Charme, Konfekt und Blumen

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