Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content

Frauen mit Behinderung sind in einem Land wie Togo oft besonders diskriminiert. Mit der Herstellung und dem Verkauf von Basttaschen sichern sie sich ein eigenes Einkommen.

Gefällt dir? Vielen Dank fürs Teilen!

 

von Isolde Hilt

Beatrice Agbodaze arbeitet heute als Schneiderin und in einem Catering-Service und gibt Schulungen für andere Frauen.

Als Kind erkrankte Beatrice Agbodaze an Kinderlähmung (Polio) und ist deshalb heute auf einen Rollstuhl angewiesen. In einem Land wie Togo kommt eine Behinderung einem Fluch gleich, der vielen betroffenen Frauen den Zugang zu einer Schul- und später Berufsausbildung verwehrt. Und auch Beatrice musste viele Nachteile hinnehmen: „Als Kind wurde ich oft von den Nachbarn gehänselt. Wegen meiner Behinderung habe ich nie geheiratet und auch keine Kinder bekommen.“ Doch die inzwischen 55-Jährige hat sich nicht kleinkriegen lassen. So nahm sie unter anderem an einem Taschen-Workshop des CBM-Partners APROFETO in der Hauptstadt Lomé teil. Heute unterrichtet die erfolgreiche Kleinunternehmerin Frauen mit Behinderung in Workshops, wie man Basttaschen herstellt und sich so seinen eigenen Lebensunterhalt verdienen kann.

Die Christoffel Blindenmission CBM, die insbesondere dafür bekannt ist, blinde Menschen in Entwicklungsländern zu operieren, setzt sich generell für eine inklusive Welt ein. Dazu gehört auch, Frauen mit Behinderung zu stärken. Der gemeinnützige Verein engagiert sich gegen Diskriminierung, Einschüchterung und Gewalt, damit auch Frauen mit Behinderungen ihr volles Potential entfalten können und in Ländern wie zum Beispiel Togo Zugang zu Erwerbstätigkeit erhalten.

Ein wichtiger Kooperationspartner vor Ort ist die „Association pour la Promotion de la Femme Handicapée“ (APROFEHTO) von und für Frauen mit Behinderungen, die 1997 gegründet wurde. Das Anliegen der Nichtregierungsorganisation besteht darin, Frauen zu stärken, sie über ihre Rechte aufzuklären und weiterzubilden. Dazu gehört auch, Wissen zu vermitteln, wie man Einkommen erzielen kann und mit Finanzen umgeht.

 

Basttaschen fertigen: Frauen geben ihr Wissen weiter

Frauen mit und ohne Behinderungen (und gelegentlich auch Männer mit Behinderungen) nehmen an handwerklichen Workshops teil. Sie lernen zum Beispiel, wie sie Taschen herstellen können, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die ersten 20 Frauen haben bereits eine Ausbildung in der Taschenfertigung bestanden und konnten sich eine eigene Existenz mit einem kleinen Laden oder Stand auf dem Markt aufbauen. Nun geben sie ihr Wissen an Frauen mit und ohne Behinderung auf dem Land weiter. Dass dieses Projekt so einen erfolgreichen Start hinlegen konnte, ist auch dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu verdanken, mit dem die CBM kooperiert.

Und wer nun auf die mit viel Sorgfalt und Liebe gefertigten Taschen neugierig geworden ist, kann sie hier über Caleli bestellen: https://caleli.shop/Togo-Tasche-Delali/CAL10021.1

 

Mehr Informationen zur Arbeit der Christoffel Blindenmission CBM gibt es hier:

https://www.cbm.de/

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

Wie Frauen in Ruanda ihre Existenz sichern!

Banner Steady

Wenn du zuversichtliche, konstruktive Nachrichten schätzt, die für alle frei zugänglich bleiben sollen, freuen wir uns sehr, wenn du good news for you mit einem Beitrag finanziell unterstützt. Wir sind auf dich als User*in angewiesen, um unsere Arbeit absichern und weiter ausbauen zu können. Herzlichen Dank!

+ + + Das good news Telegram + + + Jeden Sonntag neu + + +

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

Deine Daten werden verschlüsselt übertragen. Deine IP-Adresse wird nicht erhoben.
Infos zum Datenschutz