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25 Redakteur*innen recherchieren und berichten über Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsideen.

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von Florian Roithmeier

Das Kernteam von social-startups.de mit Gründer Christian Deiters (2. v. r.).

Viele Menschen haben tolle, nachhaltige Geschäftsideen. Stichwort: „Social startups“. Das sind Unternehmen, die sich nicht die Gewinnmaximierung zum primären Ziel gesetzt haben. Es geht vielmehr darum, ein Problem, zum Beispiel in den Bereichen Klima und Bildung, auszumachen und es mit unternehmerischen Mitteln zu lösen. Die eigentliche Schwierigkeit steckt jedoch darin, die Idee bekannt zu machen. Oft werden soziale Startups belächelt, nach dem Motto: „Was habt ihr da für einen süßen unternehmerischen Zweck?“ Das macht es schwer, Investoren zu überzeugen. Viele geben deshalb auch auf.

Hier hilft social-startups.de. Die Plattform bietet das führende Magazin für die Social Startup- und Social Entrepreneurship-Branche an. Sie ist somit eine Art „Vorstellungsplattform“ für soziale Startups und hilft, sie bekannter zu machen. Gründer Christian Deiters sowie 25 Redakteur*innen haben schon etwa 800 Unternehmen auf ihrer Plattform vorgestellt. good news for you hat mit Julia Schönborn, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von social-startups.de, über die Plattform gesprochen.

 

Frau Schönborn, kurz erklärt: Was bietet social-startups.de?

Auf unserer Plattform berichten wir unabhängig, ehrenamtlich und informativ über Social Startups, Sozialunternehmen, Wettbewerbe, Events und über alles, was zum Thema soziales Unternehmertum passt. Wir wollen damit ein Bild von der Szene in Deutschland geben und vor allem andere ermutigen, ihre Ideen zu verwirklichen. Neben unserer redaktionellen Arbeit bieten wir auch Workshops, Vorträge, Schulungen und Beratungsleistungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit an.

Wie ist social-startups.de entstanden?

Unsere Plattform ist 2012 von Christian Deiters und Anton Nagatkin gegründet worden. Insbesondere Christian war bereits bei verschiedenen Projekten und Initiativen aktiv. Er fand die Szene spannend und sah in ihr großes Potential. Problem war allerdings, dass vielen der Begriff des sozialen Startups noch unbekannt oder missverständlich war. So verstanden einige darunter „so etwas wie Facebook“. Christian und Anton entwickelten daher social-startups.de als zentrale Plattform für soziales Unternehmertum.

Wie kommen Sie auf Ihre Themen?

Uns erreichen Anfragen und auch gelegentliche Einladungen. Wir recherchieren nach, führen Interviews, treffen uns, wenn es möglich ist und berichten dann. Bei anderen Projekten werden wir auf die Idee oder das Team aufmerksam, nehmen das Thema in unsere Planung auf und überlegen uns, wer schreiben könnte.

Julia Schönborn, bei social-startups.de zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Nun könnte ja jede*r auf die Idee kommen, sein Startup bei Ihnen vorzustellen, um für sich zu werben… Welche Qualitätskriterien haben Sie?

Der Artikel muss einen inhaltlichen Mehrwert für unsere Leser*innen bieten. Wir machen keine Werbung, auch wenn wir sehr häufig positiv berichten. Grundsätze des journalistischen Arbeitens, also Recherche, O-Töne und überprüfbare Aussagen, sind uns wichtig. Auch, wenn uns Pressemitteilungen erreichen, achten wir darauf, die Informationen zu checken und selbst auf Basis dieser Informationen etwas zu schreiben.

Ihre Redaktion besteht aus etwa 25 Personen, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf Ihrer Homepage schreiben Sie: „Wir arbeiten zwar alle zusammen, aber wir sehen uns nur selten.“ Wie läuft der Redaktionsalltag bei Ihnen ab?

Wir sind das, was viele unter den Schlagwörter „agiles Team“ oder „new work“ verstehen. Wir arbeiten gemeinsam über verschiedene Plattformen. Unsere Redaktionsplanung findet zum Beispiel in „Basecamp“ statt. Hier werden die Artikel und Themen geplant sowie eine Info eingestellt, wenn ein Text fertig ist. Die fertigen Artikel werden von uns in unser WordPress eingepflegt und dann durch die Redaktionsleitung überprüft, manchmal verbessert und geplant. Für andere Aufgaben, wie den Pressebereich, haben wir Google Docs. Mit Skype-Treffen setzen wir uns auf den neuesten Stand.

Gibt es Projekte, die Sie vorgestellt haben und die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Hier würde ich insbesondere Africa GreenTec nennen. Das Startup setzt sich für Bildung, bezahlbaren, erneuerbaren Strom, sauberes Wasser und gesunde Nahrung in Afrika ein. Dessen Vorstand Torsten Schreiber war von unserer Plattform so begeistert, dass er bei uns mit eingestiegen ist. Ein anderes Beispiel ist die Suchmaschine Gexsi. Wer über Gexsi surft, unterstützt gezielt Social Entrepreneurship und soziale Projekte – alle zwei Wochen ein anderes.

Hinter social-startups.de steckt ein gleichnamiges Unternehmen. Wie finanzieren Sie sich?

Wir haben einige gut ausgewählte Werbepartner, die als „sponsored posts“ bei uns erscheinen. Das deckt im Großen und Ganzen die Betriebskosten. Diese Beiträge sind aber deutlich von unserer redaktionellen Arbeit abgehoben. Für die Zukunft haben wir ein Beratungsangebot auf- und ausgebaut. Wir können mit unserer Erfahrung mittlerweile vieles im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit für Social Startups anbieten. Das wollen wir gerne weitergeben. Die Preise zum Beispiel für Unterstützung im Bereich PR oder Social Media sind bezahlbar. Wir können uns so auch für einen künftigen Ausbau der Plattform ein kleines Einkommen sichern.

Welchen Tipp möchten Sie potentiellen Gründer*innen gerne mitgeben?

Einen ganz kurzen? Dann trifft es „einfach machen“ wohl am besten. Die Social Entrepreneurship-Szene ist eine sehr wohlwollende – ein gutes, starkes und engagiertes Netzwerk. Überall bekommt man Hilfe und Unterstützung für das eigene Vorhaben. Wir wachsen und wirken gemeinsam. Das kann sehr ermutigend und auffangend sein. Auch und gerade, wenn es vielleicht nicht gleich so toll läuft.

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Fazit: Unternehmer*innen mit nachhaltigen Geschäftsideen haben es oft schwer, bekannt zu werden. Social-startups.de bietet ihnen eine Plattform. Mit sorgfältig recherchierten Beiträgen und anderen Beratungsdienstleistungen erleichtert sie es den Gründer*innen, Fuß zu fassen. Mehr auf www.social-startups.de.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

Auch ein Social Startup: Kuchentratsch!

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