Die Schluchten von Pennadomo: Ein versteckter Schatz

Die kleine Gemeinde in den Abruzzen in der Provinz Chieti birgt unter ihren Felsen ein geologisches Kleinod, von dem nicht viele wissen – die "Gole di Pennadomo".

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von Isolde Hilt

Wer Italien von einer besonderen, urtümlichen Seite kennenlernen möchte, ist in den Abruzzen im mittleren Teil des Landes in der richtigen Region. Naturschutzgebiete wie der Nationalpark Abruzzen, der Naturpark Gran Sasso oder der Naturpark Laga-Majella mit Bergen wie dem Corno Grande und dem Monte Amaro mit knapp 3.000 Metern ziehen – wild und unwiderstehlich – in ihren Bann. Und manchmal gibt es ein Geschenk obendrauf – wie die Gole di Pennadomo – die Schluchten von Pennadomo. Orte wie diese verstecken sich inmitten der rauen Landschaften und schwindelfrei scheinenden Bergdörfer, die einem verraten werden müssen.

Das letzte Stück der Strecke zu den Schluchten verläuft so kurvig, dass sich allein ihr zuliebe schon das Wort Haarnadel hält. Bergauf, bergab, nicht selten grob durch Erdbeben aufgeworfen, oft so schmal, dass man sich fragt, wo die Leitplanken geblieben sind. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, auch wenn man von den Fahrkünsten der Einheimischen weit entfernt bleibt.

Und plötzlich ist man da. Wird aufmerksam, weil das Navi es mitteilt und sich zwei Autos am Straßenrand schon früher eine Stelle zum Halten gesucht haben, die jetzt der eigenen Orientierung dienen. Ansonsten kein Schild, kein Parkplatz, die auf den „piccolo tesoro d’Abruzzo“, den kleinen Schatz, wie Einheimische die Gole di Pennadomo nennen, hinweisen. Erst kurz, bevor man sich zwischen die steil aufragenden Felsen und mächtigen Gesteinsbrocken hineinwagt, macht eine kleine Hinweistafel darauf aufmerksam, dass einen Helm tragen soll, wer eine Höhle erforschen möchte. Die anfängliche Vorsicht angesichts der imposanten Höhe, die die Schlucht zur Schlucht macht, weicht rasch großen staunenden Augen und Entdeckungsfreude.

 

Ein kleiner Rundgang durch die Schluchten von Pennadomo

 

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