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Meerjungfrau sein, den Lieblingsstar treffen, Königspinguine streicheln: Seit 40 Jahren macht die international tätige Organisation Kinderträume wahr.

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von Florian Roithmeier

April 1980 in Phoenix, Arizona, USA: Christopher Greicius, sieben Jahre jung, ist schwer an Leukämie erkrankt. Sein größter Wunsch ist es, für einen Tag Polizist zu sein. Freunde und Familie setzten alle Hebel in Bewegung: Die Oma nähte eine Uniform, ein befreundeter Polizist spendete Abzeichen und Chris durfte den Polizeichef des Reviers einen Tag lang begleiten. Aus dieser privaten Initiative bildete sich die Make-A-Wish Foundation: eine Organisation, deren Ziel es ist, schwer erkrankten Kindern ihre größten Wünsche zu erfüllen, bislang über 500.000 an 39 Standorten weltweit. Dieses Jahr feiert Make-A-Wish 40-jähriges Jubiläum. In den USA ist Make-A-Wish weitläufig bekannt. Seit einigen Jahren gibt es auch einen Standort in Deutschland. good news for you hat mit Geschäftsführerin Tina Linne über ihre Berufung, Träume zu erfüllen, gesprochen.

Make-A-Wish macht aus Wünschen unvergessene Erlebnisse

Das Besondere bei Make-A-Wish ist laut Tina Linne die sogenannte „Wish-Journey“. Jede Wunscherfüllung soll für die Kinder ein einzigartiges Erlebnis sein, auf das sie sich einerseits lange im Voraus freuen und an das sie sich andererseits lange erinnern sollen.

„Wir sagen zum Beispiel nicht: ‚Du wünscht dir einen Laptop? Kaufen wir, hier hast du ihn.‘ Wir betreiben großen Aufwand, um mehr über den Wunsch zu erfahren. Unser Team geht zu den Kindern – oder macht aktuell Video-Calls – und redet mit ihnen über die Wünsche. Wichtig ist uns, herauszufinden: Warum möchte das Kind zum Beispiel eine bestimmte Person treffen? Was findet das Kind an ihr toll? Psychologisch ist das für die Kinder enorm wichtig, da wir sie so an das Erlebnis binden und sie so intensiv in das Erlebte eintauchen können.“

„Wunscherfüllung ist keine Arbeit, sondern Berufung.“

Tina Linne, Geschäftsführerin von Make-A-Wish Deutschland

Im Gespräch mit Tina Linne merken wir: Obwohl das Team von Make-A-Wish in Deutschland nur aus zweieinhalb festen Mitarbeiter*innen und sonst nur aus Ehrenamtlichen besteht, steckt viel Herzblut und Engagement in der Erfüllung jedes einzelnen Kinderwunsches.

Das Team von Make-A-Wish Deutschland erfüllt rund 40 Wünsche im Jahr: von der Party im eigenen Garten über ein Treffen mit Darth Vader bis zum Meet and Greet mit dem Lieblingsmusiker sind den Wünschen keine Grenzen gesetzt. Wegen der Corona-Pandemie war das Team zuletzt ausgebremst, „wir erfüllen nun aber allmählich wieder Wünsche, wo es möglich ist“, so die Geschäftsführerin.

Wie schafft es Make-A-Wish, selbst ausgefallene Wünsche zu erfüllen? Ein gutes Netzwerk ist die Lösung: „Wir arbeiten sowohl intern in der Make-A-Wish Foundation als auch mit externen Partner*innen zusammen. Wenn zum Beispiel ein Kind Eiskönigin Elsa treffen will, nutzen wir unsere Partnerschaft mit Disney. Wenn ein Kind den Wunsch hat, nach Japan zu reisen, stimmen wir uns mit dem Make-A-Wish-Standort in Japan ab, um die Reise zu planen“, erklärt uns Tina Linne.

Jede Wunscherfüllung ist etwas Besonderes.

Jeder Wunsch, den Make-A-Wish erfüllt, berührt sowohl die Kinder als auch das Team. An eine Wunscherfüllung erinnert sich Tina Linne besonders: „Vor Kurzem hat sich ein Mädchen aus Amerika gewünscht, einmal die erste Luther-Bibel in Mainz zu sehen. Wir haben organisiert, dass sie unter anderem in den Tresorraum durfte und sie bekam eine persönliche Domführung vom Bischof. Da das Mädchen sehr gut zeichnen konnte, hat sie im Nachhinein Illustrationen von den Volunteers gemacht, die sie an diesem Tag begleitet hatten. Außerdem hat sie uns einen rührenden Brief geschrieben, wie schön dieser Tag für sie und ihre Familie war. Das hat uns alle tief berührt und uns bestätigt, warum wir uns für diese Kinder einsetzen.“

  • Katharina, 3, wünscht sich eine Party mit ganz vielen Luftballons! (Foto: Make-A-Wish Deutschland)

Make-A-Wish erfüllt die Wünsche von Kindern zwischen drei und 18 Jahren, die eine schwere oder chronische Erkrankung haben und denen ihr Wunsch noch von keiner anderen Organisation oder von Make-A-Wish in einem anderen Land erfüllt worden ist.

Die Wünsche kommen auf verschiedenen Wegen, erklärt Linne: „Zum einen sind wir unter anderem mit Krankenhäusern, Hospizen oder Reha-Einrichtungen vernetzt, an denen wir uns vorstellen und auf uns aufmerksam machen. Zum anderen kann jede*r, der oder die ein krankes Kind kennt, über unsere Homepage ein Kind vorschlagen.“

Jede Hilfe ist wichtig!

Um die Wünsche der Kinder zu erfüllen, braucht es

1. viele engagierte Menschen. Make-A-Wish ist laufend auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Diese können entweder bei der Wunscherfüllung oder anderen Bereichen wie Marketing oder Verwaltung mithelfen. Einfach den Online-Bewerbungsbogen ausfüllen und an Make-A-Wish schicken.

2. Spenden. Hier können sich Unternehmen aus Deutschland engagieren, indem sie zum Beispiel als Sponsor auftreten. Außerdem kann jede*r Make-A-Wish, die seit 2018 als gemeinnützige GmbH agiert, einen beliebigen Betrag als Spende zukommen lassen. Die Organisation finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

Ab 10. Juli gibt es außerdem ein Charity-Armband zu kaufen, das gemeinsam mit einem Wunschkind entworfen wurde. Das Geld geht direkt in die Wunscherfüllung.


 

Das Team von Make-A-Wish erfüllt die Wünsche von Kindern, die schwer krank sind – mit viel Engagement und Herz. Mehr zur Organistation gibt es auf ihrer Homepage, auf Facebook und Instagram.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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