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Ob Amphibien, Eichhörnchen, Hummeln oder Vögel: Über kurzweilige Mitmach-Aktionen stärkt der Bund Naturschutz das Verständnis für Artenvielfalt.

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von Isolde Hilt / PM Bund Naturschutz

Endlich Frühling! Auch wenn der Winter noch hie und da aufmuckt, ist seine Zeit jetzt definitiv um. Draußen im Freien, in der Natur treibt das Leben aus. Beste Zeugen dafür sind die Tiere. Über verschiedene Mitmach-Aktionen lädt der Bund Naturschutz in Bayern dazu ein, mehr über verschiedene Arten zu erfahren und warum sie für das ökologische Gleichgewicht in der Natur so wichtig sind.

 

Amphibien retten: Die größte Artenschutzaktion Bayerns

Die glockenhell tönende Gelbbauchunke oder den knallblauen Moorfrosch entdeckt man nur noch selten. Viele Amphibien verlieren immer mehr ihre Lebensräume wie Auen und Moore. Auch Laichgewässer wie Pfützen oder aufgelassene Kiesgruben werden weniger.

Der Frühling steht beim Bund Naturschutz ganz im Zeichen der Rettung von Amphibien, wenn die Tiere zu ihren Laichgründen wandern. Jedes Jahr retten Freiwillige meist bis Ende April bis zu 700.000 Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander. Gemeinsam bauen sie Schutzzäune an Straßen auf, sammeln die Tiere in Eimern ein und bringen sie sicher auf die andere Seite der Straße.

Viele Hilfsgruppen suchen noch Verstärkung. Die Amphibien-Hilfsaktion ist auch in Corona-Zeiten zugelassen. Rund 6.000 Menschen helfen jedes Jahr mit, berichtet Kai Frobel, Artenschutzreferent des BUND Naturschutz: „Wir wissen heute, dass ohne dieses Engagement viele Amphibienpopulationen ausgestorben wären. Unser Dank gilt daher besonders den Menschen, die sich nicht selten über viele Jahre hinweg bei der Krötenwanderung engagieren.“

Mehr Informationen zur Amphibien-Rettungsaktion und wo man sich beteiligen kann, finden sich hier: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/amphibien-retter-werden

 

Welcher Vogel singt da? Der Vogelphilipp weiß Bescheid.

Hinter dem Vogelphilipp verbirgt sich Philipp Hermann, der alle heimischen Singvögel an ihrer Stimme erkennt. Noch bis zum 30. April kann man diese bundesweit einzigartige Aktion nutzen. „Sie sind draußen unterwegs, hören einen Vogel singen und wüssten gerne, was das für ein Vogel ist?“ Dann muss man nur noch auf WhatsApp sein und die Telefonnummer 0160 4424450 einspeichern. Den Vogelgesang mit Whatsapp aufnehmen und an den Vogelphilipp senden. Der Vogelphilipp antwortet und verrät einem, welcher Vogel da singt.

„Ich möchte die Menschen für die Vogelkunde begeistern“, begründet Philipp Hermann sein Angebot. Schon als Junge liebte er die Vogelstimmen-Wanderungen des Bund Naturschutz. Heute ist er freiberuflicher Biologe, Ornithologe, Artenkenner und Verhaltensforscher. Seine Idee, das Interesse für die Vogelwelt zu wecken und auf diesem Weg für mehr Artenschutz zu sensibilisieren, wurde letztes Jahr ausgezeichnet. 2020 war der Vogelphilipp Preisträger im Wettbewerb zur UN-Dekade „Biologische Vielfalt“.

Mehr Infos gibt es hier:

https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/welcher-vogel-singt-da

http://dervogelphilipp.de/

 

Hummel ist nicht gleich Hummel! Die Hummel-Hotline verrät mehr.

In Deutschland gibt es 41 Arten von Hummeln. Man sagt diesem kleinen fliegenden Schwergewicht nach, dass es aufgrund der Fläche seiner Flügel eigentlich nicht fliegen können dürfte. Wer nun mehr über die Hummel vor seinen Augen wissen möchte, erfährt das über die Hummel-Hotline, die der Bund Naturschutz und das Institut für Biodiversitätsinformation (IFBI) gemeinsam eingerichtet haben.

So geht’s: Über die Telefonnummer 0151 18460163 und WhatsApp ein Foto der Hummel versenden und Datum sowie Postleitzahl mit notieren (auch per E-Mail möglich unter: hummelfund@ifbi.net). Die Angabe von Datum und Postleitzahl sind wichtig, um mehr über die Verbreitung bestimmter Hummelarten und ihre Flugzeiten zu erfahren. Informationen, die wertvoll sind, um Hummeln zu schützen: „Da immer weniger Wildbienen in heimischen Gärten zu finden sind, möchten wir mit dieser Aktion auf das Insektensterben aufmerksam machen und die Menschen für die pelzigen Flieger begeistern“, so Dr. Klaus Mandery, Leiter des IFBI, Vorsitzender des Bund Naturschutz Haßberge und Bienenexperte.

Mehr Informationen zu dieser Aktion, die bis zum 21. Juni 2021 läuft, bieten diese Websites:

https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/welche-hummel-ist-das

http://umap.openstreetmap.fr/de/map/2020-wer-brummt-den-da_503966#7/49.696/21.885

 

Alles über das Eichhörnchen mit der Eichhörnchen-App

„Es ist eines der bekanntesten Charaktertiere unserer Heimat. Und dennoch wissen wir über Eichhörnchen weit weniger als über viele Wildtiere aus fernen Ländern und anderen Kontinenten. Je mehr wir über die kleinen Hörnchen wissen, umso besser können wir sie und ihre Lebensräume schützen“, merkt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz in Bayern e. V., an.

Letztes Jahr startete der BN mit der Eichhörnchen-App, die sehr beliebt ist. Kein Wunder: Den flinken Kletterern zuzusehen, macht einfach Spaß! Eichhörnchen sind glücklicherweise laut Roter Liste nicht gefährdet, dennoch ist auch ihr Bestand rückläufig: „Durch sterilere Gärten, Flächenversiegelung und Baumfällungen verlieren die Eichhörnchen in den Dörfern und Städten zunehmend an Lebensraum“, erklärt Kai Frobel, Leiter des BN-Artenschutzreferats.

Eichhörnchen sind nicht nur exzellente Kletterer, sondern pflanzen auch Bäume! Da diese Tiere keinen Winterschlaf halten, müssen sie Vorräte für die kalte Jahreszeit sammeln. Dazu vergraben sie Nüsse, Samen und Pilze im Boden in kleinen Vorratslagern an vielen verschiedenen Stellen. „Nicht gefressene Wintervorräte wie Samen beginnen im Frühjahr zu keimen und helfen nicht nur beim Waldaufbau, sondern sorgen auch in städtischen Parks für Baumnachwuchs und ökologische Vielfalt.“

Die Eichhörnchen-App hilft auf jeden Fall, mehr über diese quirligen Baumspringer zu erfahren. Mehr unter: https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/bn-app-eichhoernchen-in-bayern-ein-voller-erfolg

 

Vielen lieben Dank an Monika Liepelt, die uns diese wunderschönen Tier-Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat! Mehr ihrer großartigen Fotografien gibt es hier zu sehen: https://www.instagram.com/monilipicture/?hl=de

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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