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Andreas Schütz aus Berlin will mit seinem Portal Generationen zusammenbringen und Wege zu einem selbstbestimmten Leben im Alter öffnen.

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von Florian Roithmeier

Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen – das ist das Ziel von Nummer50.de. Das Portal stellt kostenlos verschiedene Formen des Wohnens im Alter vor.

Dieses Thema betrifft früher oder später jede*n von uns: Wie lebe ich im Alter? Andreas Schütz (33) aus Berlin arbeitet in der Kundenbetreuung in einer der größten gesetzlichen Krankenversicherungen und hat sich mit dem Thema befasst. Er betreibt ehrenamtlich das Portal Nummer50. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Schütz‘ Portal im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen 2018“ als eine der 100 Innovationen für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft ausgezeichnet. Auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nennt Nummer50 auf einer seiner Internetseiten. good news for you hat mit Andreas Schütz über sein Portal gesprochen.

 

Was ist Nummer50?

Nummer50.de ist eine kostenlose Internetplattform, die unkompliziert und ausführlich über die verschiedenen Formen des gemeinschaftlichen Wohnens im Alter informiert, zum Beispiel über Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser. Gleichzeitig kann man über uns Mitbewohner*innen, Expert*innen oder Wohnraum finden. Wir wollen dazu beitragen, dass junge und ältere Generationen zusammenleben und füreinander da sind. Im Alter soll niemand alleine sein müssen. Wir wollen dabei helfen, ab 50 Jahren einen neuen und erfüllten Lebensabschnitt zu beginnen.

Gibt es ähnliche Portale nicht bereits?

Ja, allerdings nur für Studierende. Bei allen anderen Portalen, die für Senioren-WGs oder Wohngemeinschaften im Alter gedacht sind, muss man bezahlen. Nummer50 ist komplett kostenlos. Unsere Vision ist es, ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben bis ins hohe Alter möglich zu machen. Deshalb ist und wird unser Portal immer kostenfrei bleiben.

Und wie finanzieren Sie das Portal?

Ich bezahle das derzeit alles aus eigener Tasche. Ein bisschen etwas kommt über Google-Werbung rein, das sind aber nur Cent-Beträge pro Monat. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, keine großen Sponsoren oder Ähnliches zu suchen. Denn damit würde man wieder Erwartungen an die Webseite stellen, die dem Portal und dem gemeinnützigen Zweck nicht dienlich wären.

Wie sind Sie darauf gekommen, das Portal zu betreiben?

Andreas Schütz, Betreiber des Portals Nummer50

In meiner Arbeit in der Kundenberatung habe ich gemerkt, dass es gar nicht immer große Anliegen sind, die die Menschen bewegen, sondern doch oft alltägliche Dinge. Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Menschen sich gegenseitig helfen könnten – wenn sie sich nur kennen würden.

Ich denke da zum Beispiel an eine ältere Dame, die alleine ist und dringend Unterstützung im Haushalt benötigt. Oder eine junge Mutter, die jemanden sucht, der ab und zu nach ihrem Kind sieht. Diese beiden könnten sich gegenseitig eine große Hilfe sein. Deshalb habe ich mich entschieden, Nummer50 zu gründen. So kann ich einen Teil dazu beitragen, den gesellschaftlichen Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Ich möchte all denen helfen, die sich für eine Form des gemeinschaftlichen Wohnens ab 50 interessieren.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie zu Ihrem Portal?

Wir bekommen recht häufig Rückmeldungen per Mail oder telefonisch. Die meisten Rückmeldungen sind positiv. Am meisten schätzen unsere Nutzer*innen, dass die Angebote grenzübergreifend sind und man sich nicht für eine Region entscheiden muss. Das gibt es selten. Auch bewerten es viele als gut, dass wir unser Angebot kostenfrei zur Verfügung stellen.

Sie betreiben das Portal ehrenamtlich. Alleine oder haben Sie ein Team?

Die Hauptarbeit mit der Internetseite und der Verwaltung übernehme ich selbst. Aber immer, wenn ich Unterstützung brauche, bekomme ich Hilfe von meiner Familie und von Freunden.

Wo möchten Sie in fünf Jahren mit Ihrem Portal stehen?

Ich wünsche mir, dass in fünf Jahren jede*r in der Generation 50+ bereits etwas von Nummer50.de gehört hat und sich auch mit dem Thema des gemeinschaftlichen Wohnens im Alter befasst hat.

Noch etwas, das Ihnen wichtig ist …?

Wir sehen unsere Aufgabe darin, Menschen ab 50 Jahren in neuen Wohnformen gemeinschaftsorientiert und generationsübergreifend zusammenzubringen. Damit wollen wir ihnen ein selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Leben ermöglichen. Das gelingt uns, indem wir zu innovativen Wohnformen umfassend beraten und eine Plattform bieten, um den/die richtige*n Mitbewohner*innen und Expert*innen für die Umsetzung zu finden.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

Auch hier kommen Menschen zusammen!

 

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