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Vor allem Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit sollen von der App profitieren, um Ernteausfälle zu vermeiden.

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von Florian Roithmeier

Wie funktioniert Plantix?

Die App „Plantix – Dein Pflanzendoktor“ kostenlos downloaden und ein Foto von der Pflanze machen. Eine künstliche Intelligenz analysiert das Foto und ermittelt, welche Krankheit die Pflanze hat. Die Nutzer*innen bekommen anschließend Tipps, was sie tun können.

Man kann vor allem solche Pflanzen untersuchen lassen, die Grundlage für Lebensmittel sind: Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Kichererbsen, aber auch Reis, Soja oder Baumwolle.

Derzeit gibt es die App für Android-Smartphones und in 18 Sprachen, unter anderem auf Englisch, jedoch nicht auf Deutsch. „Das liegt daran, dass wir vorrangig international ausgerichtet sind und aus Kostengründen unseren Fokus auf andere Sprachen legen“, erklärt Pierre Munzel, Chief Financial Officer und Mitgründer von Plantix im Gespräch mit good news for you.

Für wen ist Plantix gedacht?

Die App richtet sich hauptsächlich an Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Über eine Million Menschen weltweit nutzen sie, über 80 Prozent davon kommen aus Indien. Hintergrund ist der steigende Lebensmittelbedarf, den vor allem die kleinen Landwirtschaftsbetriebe abdecken sollen. Mit Hilfe der App können sie frühzeitig Schädlinge erkennen und so Ernteausfälle vermeiden. Dennoch sind auch Hobby-Gärtner*innen eingeladen, die App zu nutzen.

Wie sicher sind die Analysen?

Laut Plantix ist die Fehleranfälligkeit der App gering. Sollte die künstliche Intelligenz alleine nichts mit dem Foto anfangen können, weil es zum Beispiel unscharf ist, gibt es ein „Backup“, so Munzel: „Im Zweifel geben Nutzer*innen aus unserer weltweiten Community Tipps und Hilfestellung. Mit diesem Schwarmwissen helfen wir dort weiter, wo die KI an ihre Grenzen kommt.“

Wer steckt hinter Plantix?

Hinter Plantix steckt das Start-up-Unternehmen PEAT GmbH. Leiterin ist die Geografin Simone Strey. Das Team kümmert sich unter anderem um App Development, Verwaltung oder Marketing. Auch mit internen und externen Pflanzen-Expert*innen, zum Beispiel von Universitäten, arbeitet Peat zusammen.

Die App ist kostenlos. „Wir finanzieren uns zum einen über private Investor*innen, zum anderen über ein Lizenzsystem: Das heißt, wir verkaufen Nutzungsrechte an unserer Datenbank“, erklärt uns Pierre Munzel.

Die App kommt gut an!

2017 hat Plantix den mit 50.000 Euro dotierten Cebit Innovation Award erhalten. Der Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutsche Messe AG vergeben. 2018 gab es für die Entwickler*innen den World Summit Award der Vereinten Nationen.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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2 Responses

  1. Gabriele

    Die App ist 7 Tage kostenlos, danach kostet sie 29,95 im Jahr. Schade das die Kosten nicht direkt im AppStore angezeigt werden. Habe schon versehentlich kostenpflichtige Apps geladen. Kündigung relativ kompliziert für einen älteren Menschen, deshalb ärgern mich solche vermeintlich kostenlosen Apps.

    Antworten
    • Florian Roithmeier

      Liebe Gabriele,

      herzlichen Dank für Ihre Nachricht!

      Wir sind dem Thema nachgegangen und haben bei Plantix nachgefragt, was es damit auf sich hat.

      Ich vermute im Ergebnis, dass es sich um eine Verwechslung handeln könnte.

      Frau Kummer von Plantix hat uns berichtet, dass es immer wieder Verwechslungen mit einer App namens „Plantyx“ (mit y, nicht mit i) gibt. Zitat Frau Kummer: „Unsere Zielgruppe sind Kleinbauern in sog. Entwicklungs- und Schwellenländern. Aufgrund der hohen Kosten von Apple Produkten benutzen unsere User fast ausnahmlos Android Smartphones – ein Grund warum wir Plantix auch nur für Android Systeme anbieten.“ Frau Kummer versicherte uns außerdem, dass Plantix nach wie vor kostenlos ist.

      Wir gehen deshalb davon aus, dass es sich bei der von Ihnen angesprochenen App nicht um die hier vorgestellte Plantix-App handelt.

      Herzliche Grüße,

      Florian Roithmeier
      good news for you-Redaktion

      Antworten

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