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Wale:
Sanfte Riesen der Ozeane

Alles an ihnen ist groß: ihre Körpergröße, ihr Gewicht, ihre Intelligenz, ihr Sozialverhalten, ihre Kreativität beim Singen und ihre Bedeutung für uns und unser Klima. Man sagt ihnen sogar Altruismus nach.

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von Ariane Mostafa

Wale, wer kann sich ihnen entziehen?! Diese im Wasser lebenden Säugetiere haben auf uns schon immer eine starke Anziehungskraft und Faszination ausgeübt. Sie werden sehr alt bis steinalt, sie sind groß bis riesengroß. Wale hören sehr gut und manche sind begabte Sänger*innen. Sie können, je nach Walart, zwischen einigen Minuten und bis zu zwei Stunden untergetaucht bleiben. Die meisten Wale leben in festen Gruppen, sind äußerst sozial und bei der Aufzucht ihrer Kinder sehr fürsorglich. Sie strahlen Schönheit und Sanftmut aus.

 

Groß, größer, am größten: Der Blauwal wird bis zu 33 Meter lang

Es gibt 91 Walarten. Von ihnen gehören 15 den Bartenwalen an, die sich hauptsächlich von Plankton ernähren. Die restlichen sind Zahnwale, die räuberisch leben. Der kleinste Wal ist der vom Aussterben bedrohte Vaquita mit einer Länge von 1,50 Metern und einem Gewicht von 55 Kilo. Der größte ist der Blauwal mit einer Länge von bis zu 33 Metern und einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen. Dazwischen gibt es die verschiedensten Abstufungen von Größe und Gewicht. Die meisten Arten sind in einer gigantischen Größenordnung unterwegs. Ein Blauwalbaby ist beispielsweise ca. 7 bis 8 Meter lang, 2 bis 3 Tonnen schwer und trinkt jeden Tag mindestens 250 Liter Milch. Es nimmt stündlich 3,5 Kilo und täglich 85 Kilo zu. Das Herz eines ausgewachsenen Blauwals wiegt so viel wie ein Kleinwagen, seine Zunge so viel wie ein Elefant und er kann trotz seiner Größe 50 km/h schnell schwimmen. Mit einem Schluck trinkt er 80.000 Liter Meerwasser.

Wale werden zwischen 30 und 120 Jahre alt. Der Grönlandwal zählt zu den Tieren, die mit bis zu 200 Jahren am längsten leben, und er hat das größte Maul von allen Tieren.

Zu den 91 Arten gehören unter anderem Delfine, Belugas, Grauwale, Blauwale, Schweinswale, Pottwale, Grönlandwale, Buckelwale und Orcas.

 

Wale speichern Unmengen an CO2

Lange Zeit hat man die positive Auswirkung von Walen auf das Klima zu wenig beachtet. Sie können in ihrem Körper sehr große Mengen Kohlenstoff speichern. Große Wale binden im Laufe ihres Lebens 33 Tonnen CO2. In Bäumen gerechnet speichert ein einziger Blauwal das CO2 von 1.000 Bäumen. Sie spielen im Kampf gegen den Klimawandel somit eine zentrale Rolle. Die Projekte zu ihrem Schutz sowie wissenschaftliche Einsichten und Forschungen, die noch relativ neu sind, werden diesbezüglich immer mehr.

Wale erhalten das Ökosystem der Meere und haben die Rolle von Ökosystem-Ingenieuren*innen. Denn die Ausscheidungen der Wale, die wertvolle Nährstoffe enthalten, düngen das existenziell wichtige Phytoplankton. Dieses pflanzliche Plankton ist für mehr als 50 Prozent unseres Sauerstoffs auf der Erde verantwortlich. Durch ihre saisonalen Wanderungen verursachen Wale eine weite Verbreitung dieser wichtigen Nährstoffe. Dies, nachdem sie in der Tiefe gefressen haben – beim Auftauchen aus der Tiefe sowohl vertikal als auch bei ihrer Wanderung horizontal. Die Wale leisten damit einen unersetzlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Meere. Die Ozeane wiederum speichern 50 mal mehr Kohlenstoff als die Atmosphäre und 20 mal mehr als das feste Land mit der Vegetation und den Böden.

 

Wale sind kommunikativ, intelligent und altruistisch

Interessant und spannend ist auch ihre Kommunikation. Sie ist sehr komplex und reicht von Klicklauten, Pfeifen, Gurren, Quieken über Körpersprache bis hin zu Gesängen. Durch ihr außergewöhnlich gutes Gehör überbrücken sie untereinander dabei Distanzen von mehreren hundert und sogar mehreren tausend Kilometern.

Wenn es um Gesang geht, kann man die für ihre Lebendigkeit und Neugier bekannten, intelligenten Buckelwale die Hochbegabten unter den Sängern*innen nennen. Ihre Gesänge sind tatsächlich nicht angeboren, sondern werden erlernt. Sie entwickeln jährlich neue. Der Hit, der gerade aktuell ist, wird dabei von Walpopulation zu Walpopulation weitergereicht. So verbreiten sich ihre Gesänge um die ganze Welt, und das genau und präzise. Sie verändern dabei nichts, egal wie kompliziert und anspruchsvoll diese sind. Ihr Gesang ist für das menschliche Ohr in einem Umkreis von 160 Kilometern zu hören. Ihre Lieder dauern 20 Minuten, haben verschiedene Strophen und werden auf einem Atemzug gesungen.

Zudem sagt man diesen Meeressäugern Altruismus nach. Sie verteidigen und beschützen andere Meeresbewohner vor Angriffen von Orcas. Seit Jahrhunderten erzählen Seeleute davon, dass Wale ihnen das Leben gerettet haben. Dokumentiert ist die Erfahrung, die die Walforscherin Nan Hauser machte. Ein Buckelwal bewahrte sie vor dem Angriff eines Tigerhais. Er versuchte immer wieder, sie auf seinen Rücken, Bauch oder Kopf zu setzen oder sie unter seine riesige Brustflosse zu stecken, um sie in Sicherheit und zu ihrem Boot zu bringen. Auf Youtube gibt es hierzu ein wunderbares Video:

Wale, sie sind so beeindruckend und liebenswert!

 

 

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