Windcloud, das grüne Rechenzentrum

Der Anbieter Windcloud bezieht den Strom für sein Rechenzentrum ausschließlich aus erneuerbaren Energien - und tut noch mehr für die Umwelt.

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von Florian Roithmeier

Gerade in diesem Jahr, in dem vieles online abläuft, ist eine gute digitale Infrastruktur wichtig. Webserver, Internetdienste, Videoportale, E-Mail- und andere Kommunikationsformate: Sie alle brauchen Rechen- und Datenzentren. In Deutschland gibt es davon rund 50.000. Der Anbieter Windcloud hat sein Rechenzentrum in Nordfriesland aufgebaut und bezieht seinen Strom dafür ausschließlich aus erneuerbaren Energien. good news for you-Redakteur Florian Roithmeier hat sich mit Christian Kaluza von Windcloud genauer darüber unterhalten.

Herr Kaluza, was ist bei Windcloud anders als bei typischen Rechenzentren?

Wir sind der erste Anbieter in Deutschland, der seine Rechenzentren mit lokaler, erneuerbarer Energie versorgt. Es gibt zwar Anbieter von Rechenzentren oder Clouds, die Ökostrom bei einem regulären Ökostrom-Anbieter beziehen. Aber das muss nicht heißen, dass auch zu 100 Prozent grüner Strom in den Leitungen ist.

Wir beziehen die erneuerbare Energie hingegen direkt. Das gibt es meines Wissens sonst nur in Island.

Außerdem nutzen wir die Abwärme, die von unseren Servern abgegeben wird. Mit ihr betreiben wir eine Algenfarm auf dem Dach unseres Rechenzentrums. Diese Anlage wird in Ende August fertig sein.

Woher kommt der Strom für Ihr Rechenzentrum genau?

Der Strom kommt im Moment zu 100 Prozent aus Umspannwerken, die ausschließlich erneuerbare Energien umspannen und verteilen. Den Strom gewinnen wir zu 98 Prozent aus Windenergie und zu zwei Prozent aus Solarenergie und Biogas.

So ist Windcloud aufgebaut: In der Mitte das Rechenzentrum, das mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt wird (blaue Pfeile). Die Abwärme der Server (orangefarbener Pfeil) wird für die Algenfarm genutzt.

Wie enstand die Idee zum „grünen“ Rechenzentrum?

Aus zwei Umständen: Der Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen durch Rechenzentren steigen stark. Zum anderen, dass der in Norddeutschland durch erneuerbare Energien erzeugte Strom oft nicht genutzt werden kann, da die Leitungen zu den Verbrauchszentren im Süden fehlen.

So müssen Windkraftanlagen oft abgeschaltet werden, obwohl weiterhin Strom produziert werden könnte. Ein Grundidee von Windcloud war und ist es, den industriellen Energiebedarf direkt zur erneuerbaren Energiequelle zu bringen.

Zu Windcloud selbst: Was genau bieten Sie an?

Zum einen Colocation. Das bedeutet: Unternehmen können bei uns ihre Server bzw. ihre Hardware unterstellen. Das hat mehrere Vorteile: Sie müssen ihre Server nicht mehr bei sich im Unternehmen aufstellen, bekommen eine sichere, grüne und günstige Energieversorgung und eine leistungsstarke Internetanbindung. Das Ganze in sicheren Räumen: Bei uns ist alles optimal klimatisiert, es gibt mehrstufige Zutrittskontrollen sowie eine automatische Brandmelde- und Löschanlage.

Zum anderen bieten wir verschiedene Cloud-Lösungen an. Das muss man sich vorstellen wie Dropbox, nur in verschiedenen Ausführungen. Dabei bietet Windcloud – neben Nachhaltigkeit – den Vorteil, dass wir vollständig konform mit dem deutschen und europäischen Datenschutz, insbesondere der Datenschutzgrundverordnung, gehen.

Für wen ist Windcloud gedacht?

Windcloud richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die Ihre IT zukunftsfähig in die Cloud und ins Rechenzentrum bringen wollen. Zu unseren Kund*innen gehören sowohl kleine und mittelständische Unternehmen als auch NGOs aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Soziales sowie öffentliche Versorger*innen. Unsere Cloud-Lösung nutzen auch viele Privatkund*innen.

Wie geht man vor, wenn man Windcloud nutzen will? Kann man einfach wechseln wie zum Beispiel beim Stromanbieter?

Ja, man kann einfach zu uns wechseln. Da dies gerade bei großen Datenmengen und aufwändigen Programmen und Prozessen komplex ist, bieten wir unseren Kund*innen einen Wechsel-Service an. Das heißt, wir machen gemeinsam eine Bestandsaufnahme, was in Zukunft gebraucht wird und planen den Wechsel.

 

Mehr über Windcloud auf www.windcloud.de.

 

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