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Die soziale Bewegung aus England schwappte 2018 nach Deutschland. Dabei soll die Gesellschaft mit Hilfe der Wissenschaft fürsorglicher werden.

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von Oxana Bytschenko

Positive Psychologie und Wissenschaft helfen dabei, das Glück zu beeinflussen. Die soziale Bewegung „Action for Happiness“ arbeitet seit 2010 mit diesem Ansatz. Foto: pexels / pixabay.de

Heute steht im Kalender „Tue etwas Nettes für jemanden, um dessen Tag zu verschönern“. Also schreibe ich diesen Artikel über Action for Happiness. Vielleicht verschönert es euren Tag, zu wissen, dass es eine Wohltätigkeitsorganisation gibt, die die Gesellschaft glücklicher und fürsorglicher machen will. Action for Happiness wurde 2010 in Großbritannien gegründet. Mit Methoden der Positiven Psychologie und Wissenschaft sollen Erwachsene ihr eigenes Leben glücklicher gestalten – und das Leben von anderen Menschen beeinflussen. Unterstützt wird Action for Happiness vom Dalai Lama persönlich.

Es ist nicht immer einfach, glücklich zu sein. Aber man kann daran arbeiten. Foto: suzalgurungz / Pixabay.de

In Deutschland ist die soziale Bewegung relativ neu: Erst seit 2018 treffen sich Menschen in Kursen und seit 2021 im Online-Café, um sich auszutauschen. Happy Cafés sind „ein freundlicher und einladender Ort, um andere Menschen mit einem gemeinsamen Interesse an der Förderung von Glück und Wohlbefinden zu treffen“, lautet die Beschreibung auf der Homepage. Diese Treffen finden alle zwei Wochen über Zoom statt und sind kostenlos. Die Teilnehmer*innen sprechen zum Beispiel über neue Erfahrungen, wie sie aktiv und gesund bleiben oder über ihre Ziele und wie sie anderen helfen. Es geht aber auch um Methoden, die ihnen in schwierigen Zeiten helfen und die Suche nach dem „wirklichen Selbst“ und dem Sinn im Leben.

Jeden Monat gibt es einen neuen Kalender von Action for Happiness, mit täglichen Übungen für mehr Achtsamkeit und bewussteres Erleben. Sie werden millionenfach heruntergeladen. Auch die Action-for-Happiness-App hilft durch kleine Aktionen, das persönliche Glücksempfinden zu verbessern. Inzwischen unterstützen mehr als 180.000 Menschen die Action for Happiness in 180 Ländern.

Das Glück der Welt als Ziel

Begonnen hat alles mit Richard Layard. Der emeritierte Professor für Wirtschaftswissenschaften hat die Organisation zusammen mit dem Historiker Sir Anthony Seldon, mit Unternehmer Geoff Mulgan und Direktor Dr. Mark Williamson gegründet. Ihr Anliegen bringen sie wie folgt auf den Punkt: „Glück bedeutet, sich im Leben gut zu fühlen und weiterhin so leben zu wollen. Unglücklichsein bedeutet, sich schlecht zu fühlen und zu wollen, dass sich die Dinge ändern.“ Deshalb unterstützt Action for Happiness das subjektive Wohlbefinden als Definition von Glück – vor dem Hintergrund, dass jeder Mensch sich dafür entscheiden kann, sich um seine psychische Gesundheit zu kümmern. In guten wie in schlechten Zeiten.

Zehn Schlüssel

Die zehn Schlüssel ergeben das Akronym GREAT DREAM. Foto: Action for Happiness

Mitmachen und eigene Ideen einbringen

Interessierte können in lokalen Gruppen vor Ort mitmachen oder selbst eigene Gruppen gründen. Auch eigene Ideen für mehr Glück und Fürsorge in der Gesellschaft sind willkommen. Nicht zuletzt ist Mitmachen durch finanzielle Unterstützung der ehrenamtlichen Organisation in Deutschland möglich.

Man kann auch Kurse besuchen und zum Beispiel die zehn Schlüssel zum glücklicheren Leben erkunden. Diese folgen den neuesten Forschungsergebnissen in der positiven Psychologie, Neurowissenschaft, Verhaltensökonomie und Biologie. Die zehn Schlüssel ergeben das Akronym GREAT DREAM: Die ersten fünf Schlüssel beziehen sich auf die Interaktion mit der Außenwelt. Die anderen fünf verbinden die Innenwelt und die Lebenseinstellung der Person.

Die Gründer von Action for Happiness haben früh erkannt: Das Glück ist beeinflussbar – und wir können es selbst gestalten. Morgen steht im Kalender übrigens „Wofür bist du im Leben dankbar? Und warum?“ Eine meiner Lieblingsfragen.

 

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Eine Antwort

  1. Goeran

    Danke für diesen wundervollen Artikel und für diese Seite!

    Ich habe bei Action for Happiness den „Erkunde, was zählt“ Kurs erst selbst besucht und danach als Freiwilliger ehrenamtlich den Kurs geleitet und kann nur sagen: es hat sich für mich mehr als nur gelohnt und es war eine wundervolle Erfahrung! Ich habe sehr viel darüber gelernt, was ich selbst für mein persönliches „Glücklichsein“ tun kann und gelernt und erfahren wie ich auf dem Weg dorthin auch viel für die Menschen um mich herum und für die Gesellschaft als Ganzes tue.

    Antworten

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