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Der Verein aus Österreich mit 16.000 Mitgliedern setzt sich dafür ein, gefährdete Obst-, Gemüse- und Getreidesorten zu bewahren.

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von Florian Roithmeier

Dass es gefährdete Tierarten gibt, ist bekannt. Aber gefährdete Pflanzen- oder Obstsorten? Nach Angaben des Vereins Arche Noah ist die Vielfalt der Kulturpflanzen seit 1900 weltweit um etwa 75 Prozent zurückgegangen. Gentechnik, Saatgut-Monopole, Klimawandel und Kriege gefährden dieses kostbare Erbe. Die rund 16.000 Mitglieder des Vereins Arche Noah aus Österreich setzen sich dafür ein, dass selten gewordene Gemüse-, Obst- und Getreidesorten erhalten und wieder genutzt werden.

Vor etwa 120 Jahren gab es in Österreich zum Beispiel 3.000 bis 5.000 Apfelsorten. Heute sind es 400 bis 500. Ein weiteres Beispiel: Die Kartoffel, bei der sich einige wenige industrie- und handelstaugliche Einheitssorten durchgesetzt haben. Dem Verein Arche Noah ist es gelungen, bewährte lokale Kartoffelsorten vor dem Aussterben zu bewahren, zum Beispiel die „Mehlige Mühlviertlerin“, „Linzer Rose“ oder „Bamberger Hörnchen“. Alle rund 6.000 Kulturpflanzen der Sammlung des Vereins stammen aus traditioneller Züchtung, also von Bauern oder Hausgärten.

Das steckt hinter dem Verein

„Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit derzeit über 16.000 Mitgliedern im deutschsprachigen Raum. Dazu kommen viele Spender*innen, die unsere Basisarbeit unterstützen oder sich an speziellen Patenschaften wie für Obst oder Tomaten beteiligen. Jeder Beitrag – egal, ob ein kleiner einmaliger oder regelmäßiger – hilft uns, unsere Sammlung zu erhalten, weiterzuentwickeln und die Ergebnisse in Form von Saatgut oder Wissen zu verbreitern“, erklärt Elisabeth Plitzka, Sprecherin von Arche Noah gegenüber good news for you. Unter anderem haben die Vereinsgründer*innen privat gesammelt, zum Teil die letzten Reste ehemaliger Sorten von kleinen Saatgutzüchtern, die ihre Firmen geschlossen haben oder schließen mussten. Auf diesem und vielen anderen Wegen kommt die große Sammlung von etwa 6.000 Kulturpflanzen zustande.

Einer der Pflanzenmärkte von Arche Noah – eine von vielen Möglichkeiten, die Pflanenvielfalt zu unterstützen.

So kann jede*r von uns einen Beitrag zur Vielfalt leisten

„Schon mit einem Blumentopf und ein wenig Platz kann man einen Beitrag zur Pflanzenvielfalt leisten“, so Plitzka weiter. Etwas säen, was man vielleicht nicht im Supermarkt findet, ist eine Möglichkeit. Derzeit eignen sich Kuba-Spinat, Rote Rüben oder die Winterheckenzwiebel. Saatgut dafür gibt es im Arche Noah-Onlineshop oder anderen Anbietern von Saatgut. Der Verein bietet außerdem in vielen österreichischen Städten Pflanzenmärkte an. Menschen reisen oft von weiter her an, um sich mit Jungpflanzen von seltenen Gemüsen und Kräutern zu versorgen.

Der Arche Noah Schaugarten

In Schiltern, eine gute Autostunde nordwestlich von Wien, liegt der Arche Noah Schaugarten. Der Verein betreibt auf dem dortigen Gelände des Schlosses Schiltern einen Garten für alte Kulturpflanzen und Gemüseraritäten. „Hier können wir zeigen, was Vielfalt ausmacht, wie sie entsteht, wie sie gepflegt wird und was man daraus machen kann“, so Plitzka.

Regelmäßig gibt es im Schaugarten Veranstaltungen wie Workshops, Führungen und Konzerte. Dieses Jahr ist er noch bis 6. Oktober geöffnet, täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr. Dann öffnet der Schaugarten wieder Mitte April. Mitglieder des Vereins plus eine Begleitperson sowie Kinder unter 14 Jahren erhalten freien Eintritt. An Wochenenden und Feiertagen gibt es zudem eine Führung durch den Schaugarten, die im Eintrittspreis enthalten ist.

 

Mehr zu Arche Noah gibt es im Internet auf www.arche-noah.at.

 

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