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Einsame und Trauernde haben am Friedhofs-Café die Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

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von Florian Roithmeier

Ein Café ist ein Ort des Austauschs, der Geselligkeit – ein Ort, an dem man es sich gut gehen lässt. Auf einen Friedhof passt ein Café demnach scheinbar eher nicht. Dennoch gibt es seit Juli 2019 auf dem Fürther Hauptfriedhof das Friedhofs-Café. Dort sollen Menschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden, zum Beispiel nach einem Trauerfall, miteinander ins Gespräch kommen. Das könne den Angehörigen gut tun, so das Freiwilligen-Zentrum Fürth, das das Café ins Leben gerufen hat.

Wenn man das Friedhofs-Café das erste Mal sieht, mag der Eindruck entstehen, das passt hier irgendwie nicht hin: ein schattiges und ruhig gelegenes Rondell, zwei große Bänke und Sitzgelegenheiten, Menschen, die sich bei Kuchen unterhalten.

Aber das genau ist es, was mit dem Café erreicht werden soll: Die Gemeinschaft mit anderen Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation könne helfen, Trauer zu bewältigen und wieder ins Leben zurückzufinden. Das wollen die Verantwortlichen des Cafés (Foto), allen voran Leander Wirth, hauptamtlicher Mitarbeiter des Freiwilligen-Zentrums Fürth, erreichen.

Organisiert von vielen freiwilligen Helfer*innen

Entstanden ist die Idee zum Friedhofs-Café durch eine Planungsgruppe mit vielen Beteiligten aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Das Café finanziert sich durch Spenden, hauptsächlich vom örtlichen Rotary-Club. Es gibt auch ein Café-Fahrrad, das ein*e großzügige*r Einzelspender*in finanziert hat.

Wer das ehrenamtlich aktive Team des Friedhofs-Cafés unterstützen möchte (entweder als Helfer*in vor Ort oder als Kuchenbäcker*in), kann sich im Freiwilligen-Zentrum Fürth melden. Die Kontaktdaten finden sich hier.

Nach Einschränkungen wieder geöffnet

Bis in den Sommer hinein musste das Friedhofs-Café wegen der Corona-Pandemie pausieren. Mittlerweile gibt es ein Hygienekonzept, mit dem der Betrieb seit einigen Wochen wieder möglich ist. Besucher*innen müssen – außer am Platz – eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das ehrenamtliche Team wurde entsprechend geschult.

Geöffnet hat das Friedhofs-Café auf dem Fürther Friedhof in der Erlanger Straße 97 jeden Sonntag bei gutem Wetter von 14 bis 16 Uhr.

 

Weitere Informationen zum Friedhofs-Café und weiteren Projekten des Freiwilligen-Zentrums Fürth: https://www.iska-nuernberg.de/fzf/projekte.html.

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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