Spoontainable stellt essbare Eislöffel her

Das Start-Up der Studentinnen der Universität Hohenheim setzt ein Zeichen gegen zunehmenden Plastikmüll

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von Florian Roithmeier

Zum Anbeißen: Die essbaren Eislöffel von Spoontainable

Update! Dieser Bericht ist von August 2018. Wie geht es Spoontainable zwei Jahre danach? Lest es hier!

Um das Thema Plastikmüll kommt man derzeit kaum herum. Plastik begegnet einem nahezu überall – auch in der Eisdiele: Zum Eis im Becher bekommt man… einen Plastiklöffel. Studentinnen der Uni Hohenheim bei Stuttgart möchten das ändern. Sie stellen essbare, vegane Eislöffel her.

Auf der Homepage der Universität Hohenheim schreiben Amelie Vermeer, Julia Piechotta und Anja Wildermuth, die Gründerinnen von Spoontainable: „Das Projekt begann mit dem Grundgedanken, eine nachhaltige Alternative zu Plastikbesteck zu finden. Ziel ist es, die Erzeugung von Plastikmüll zu minimieren und aktiv etwas für Umwelt und Gesundheit zu tun.“

Über 300 Millionen Plastiklöffel jedes Jahr

Jedes Jahr werden bis zu 360.000.000 Plastikeislöffel in Deutschland produziert, die – nur einmal benutzt – im Müll landen. Zu viel, finden die Studentinnen – und kamen auf die Idee, selbst nachhaltige Eislöffel herzustellen. Bisher machen sie das in ihrer WG-Küche, einzeln und per Hand.

Damit die Produktion größer und professioneller wird, sammelte das Start-Up Geld über die Crowdfunding-Plattform Startnext. Bis zum 2. September kamen über 10.000 Euro zusammen: „Für unsere erste Produktion benötigen wir eine spezielle Walze mit unserer Löffelform und jede Menge Zutaten. Anschließend werden wir mit Hilfe von Vertriebspartnern unsere Distributionskanäle aufbauen und die Löffel deutschlandweit verbreiten“, erklären die Gründerinnen auf ihrer Startnext-Seite.

Ausgezeichnet! Das Team von Spoontainable bei der Verleihung des Spirit Award 🙂

Eislöffel in fünf Sorten aus Pflanzenfasern

Die Eislöffel gibt es in fünf Geschmacksrichtungen: Schokolade, Vanille, Zimt, Erdbeere und Zitrone. Sie können mindestens eine Stunde im Eis bleiben, ohne aufzuweichen und bestehen hauptsächlich aus Pflanzenfasern. Das heißt, es wird Obst und Gemüse verwendet, das sonst wohl im Müll gelandet wäre. Die Kosten für einen Löffel werden wahrscheinlich zwischen sechs und zehn Cent liegen. Als Abnehmer sind in erster Linie Eisdielen angedacht, aber auch jede*r, die oder der – so sagen die Gründerinnen von Spoontainable selbst – den Löffel lieber isst als ihn abgibt 🙂

Mehr zu Spoontainable findest du auf Facebook und Instagram.

 

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Auch sie setzen sich gegen den Plastikmüll ein:

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Eine Antwort

  1. Hervorragende Idee! Wenn die Eiswaffel gegessen wird, geht das sicher auch beim Löffel. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen geben dem ganzen noch den richtigen Kick. Viel Erfolg und hoffentlich gibt es die Eislöffel bald in allen Eisdielen!!!

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