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Wir geben ein Update über Start-ups und Projekte, die wir euch schon einmal vorgestellt haben. Wie haben sie sich weiterentwickelt?

Gefällt dir? Vielen Dank fürs Teilen!

 

von Florian Roithmeier

good news for you gibt es seit Januar 2017. In dieser Zeit haben wir euch in mehreren hundert Beiträgen verschiedene Unternehmen, Initiativen und Projekte vorgestellt. Eines eint sie alle: Sie setzen sich dafür ein, dass die Welt besser und lebenswerter wird. Was ist aus diesen Projekten geworden? Wir haben nachgefragt und geben ein Update zu ausgewählten Initiativen, die wir bereits vorgestellt haben.

Direkt springen zum Update von:
Spoontainable
KommGutHeim
Brot am Haken
magdas HOTEL
fairafric
Küste gegen Plastik
 

Spoontainable, der essbare Eislöffel

Vor etwa zwei Jahren haben wir euch Spoontainable vorgestellt, ein Start-Up von Studentinnen der Universität Hohenheim. Ihre Vision: Eis löffeln geht auch plastikfrei – mit essbaren Eislöffeln! Als wir über Spoontainable berichteten, hatten sie gerade 10.000 Euro erfolgreich über Crowdfunding gesammelt.

Und nun? Update!

Julia Piechotta, Geschäftsführerin von Spoontainable, lässt uns wissen:

„Vielen Dank für eure Nachricht! 🙂
Bei uns hat sich einiges getan, ich versuche, zusammenzufassen:

– Wir haben unser Team vergrößert und sind nun zu sechst.
– Im Jahr unseres Markteintritts 2019 konnten wir mehr als eine Million Plastiklöffel ersetzen!!
– Wir haben eine neue Spoonie-Sorte entwickelt, den Spoonie classic, der aus Haferfasern besteht.
– Weitere Produkte sind gerade in der Entwicklung und vergrößern unsere Palette.
– In über zehn Ländern Europas sind wir vertreten.
– Wir sind nach Heidelberg in unser erstes Büro gezogen.
– Die Corona-Pandemie haben wir bis jetzt gut gemeistert. Vor Kurzem haben wir ein Investment erhalten.“

 

Die Begleit-App „KommGutHeim“

2017 stellten wir euch in einem unserer ersten Beiträge die App „KommGutHeim“ vor, die von Studierenden der OTH Regensburg entwickelt wurde. Mit der App können dich Freunde und Familie auf dem Heimweg virtuell begleiten. Über einen Notfall-Knopf kann man Freunde alarmieren, wenn man sich in Gefahr befindet.

Und nun? Update!

Katharina Hochmuth, die an der App-Entwicklung beteiligt war, schreibt uns:

„Wir haben mittlerweile unser Studium beendet und arbeiten nun in Vollzeit an unserer Vision, mit digitalen Technologien die persönliche Sicherheit zu verbessern.

Mit der Neuentwicklung der KommGutHeim-App, die mittlerweile 80.000 registrierte User*innen verzeichnet, konnten wir den Daten- und Akkuverbrauch beim Live-Tracking auf ein Minimum reduzieren. Zusammen mit Expert*innen verfassen wir hilfreiche Sicherheitstipps.

Da wir in den letzten Jahren viele Anfragen für unternehmensspezifische Sicherheitslösungen erhalten haben, entwickeln wir neben KommGutHeim nun auch eine digitale Notfalllösung für Mitarbeiter*innen. Diese verwandelt das Smartphone in eine Personen-Notsignal-Anlage und bietet manuelle und automatische Wege zur Notfallmeldung.

Wir sind mittlerweile ein Team aus sechs Mitarbeiter*innen, die aus Regensburg, Berlin und remote aus der ganzen Welt zusammenarbeiten.

Derzeit entwickeln wir die automatische Notfallerkennung weiter. Mit ihr wollen wir Personen helfen, die nicht mehr in der Lage sind, jemanden zu alarmieren.“

 

Aus „Brot am Haken“ wurde „hey“

Die Idee von Brot am Haken fanden wir so einfach und gleichzeitig genial, dass wir darüber sehr gerne berichtet haben. Das Prinzip: Jemand, der gerade Geld übrig hat, kann in einer Bäckerei etwas für eine andere Person kaufen und „an den Haken hängen“. Für den- oder diejenige ist dieses Getränk oder dieser Snack kostenfrei.

Und nun? Update!

Wir sind begeistert, was sich seitdem getan hat. Stephanie Perret hat es uns erzählt:

„Das Team um den Gründer Michael Spitzenberger ist größer geworden. 2019 traf Michael Susanne Eckes, Markenstrategin und Trendforscherin, und konnte sie für hey begeistern. Susanne steckte wiederum ihren Mann Marc, früher Geschäftsführer bei Feinkost Käfer, an. Außerdem kam Akki Thomsen hinzu, der mit seinen Fähigkeiten für Grafik und Visuelles das Team bereichert. Stephanie Perret ist für Öffentlichkeitsarbeit zuständig.“

Wir haben die hey GmbH gegründet und Brot am Haken damit weiter gedacht. Zum einen wollten wir das Angebot öffnen und erweitern – vom reinen Brot am Haken zu ganz unterschiedlichen Angeboten: Unser Spendierbrett steht nicht nur in Bäckereien, sondern auch in Cafés und Restaurants. Auch ein Friseur ist dabei, der Wohnungslosen einen Haarschnitt ermöglicht.

Zum anderen ist hey einfach eine fröhliche Aufforderung, teilzunehmen an einer liebevolleren Welt. Diese kann jede*r für sich mitgestalten und interpretieren – dazu möchte hey einladen.

Es werden keine Gewinne entnommen und alles wird reinvestiert, um hey weiter wachsen zu lassen. In der Corona-Krise hat das Sozialunternehmen die Teilnahmegebühr für die Geschäfte sofort ausgesetzt. Der Grundgedanke von hey ist vor allem, der Stärkung der lokalen Gemeinschaft im Viertel zu dienen.“

 

magdas HOTEL engagiert sich für Menschen mit Fluchterfahrung

Von außen sieht es wie ein normales Hotel aus, vielleicht eher wie eine Jugendherberge. Doch innen ist magdas HOTEL in Wien besonders: Seit Februar 2015 arbeiten dort 20 Flüchtlinge aus 16 Ländern, die insgesamt 24 Sprachen sprechen. 2017 haben wir euch magdas HOTEL vorgestellt.

Und nun? Update!

Vera Meinl von magdas HOTEL hat uns erzählt, wie es momentan um das Hotel steht:

„Wir bilden nach wie vor junge Menschen mit Fluchterfahrung in den Berufen Köch*in, Kellner*in und Hotelkauffrau-/kaufmann aus. Einige Lehrlinge haben bereits ausgelernt, sind weitergezogen und haben in anderen Häusern eine Anstellung gefunden. Das freut uns sehr, denn wir sehen uns als die, die helfen, Zukunftsperspektiven zu öffnen. Zwei unserer ehemaligen Lehrlinge ergänzen unser Team an der Rezeption und im Service und geben ihr Wissen jetzt an unsere nächste Generation weiter. Das ist wirklich wunderbar, so tolle Entwicklungen zu erleben.

Wie viele andere Betriebe auch, hat uns Corona hart getroffen. Wir hatten mehrere Wochen komplett geschlossen. Mittlerweile haben wir wieder geöffnet. Unser schöner, grüner Gastgarten ist regelmäßig voll. Das tut uns wirklich gut nach den schwierigen Monaten, die hinter uns liegen und die wir im Hotelbetrieb auch noch haben. Die Auslastung ist leider noch immer nicht optimal. Wir hoffen, dass wir auch hier bald wieder kostendeckend arbeiten können.

Für unsere Lehrlinge haben wir im Juni ein Crowdfunding gestartet. Unser Ziel war es, die Ausbildung der Lehrlinge mit Fluchthintergrund trotz Corona fortzusetzen. Und das geht nicht in Kurzarbeit, sondern nur im laufenden Betrieb. Wir haben es dank zahlreicher Unterstützer*innen geschafft, dass wir Ahmed, Guled, Ibrahim, Jankin, Mariama, Mohammad und Nael wieder zu 75 Prozent oder mehr bei uns im magdas HOTEL beschäftigen können. Das hat uns alle gemeinsam riesig gefreut. Ein Teil unserer Mitarbeiter*innen ist noch in Kurzarbeit, vor allem in den Teams Rezeption und Housekeeping. Trotzdem werden wir im Herbst zwei neue Lehrlinge anstellen, denn unser Fokus und Aufgabe ist die Ausbildung von jungen Menschen mit Fluchterfahrung.

Außerdem wird es demnächst ein weiteres magdas HOTEL geben: Bis Frühjahr 2022 soll in einem ehemaligen Priesterwohnhaus ein neues Hotel mit 90 Zimmern entstehen.“

 

fairafric, die fairste Schokolade?

Als wir 2018 fairafric vorstellten, titelten wir: „fairafric will die fairste Schokolade der Welt werden“. Gründer Hendrik Reimers hat sich also Großes vorgenommen.

Und nun? Update!

Ist fairafric den eigenen Ansprüchen gerecht geworden? Laura Olbermann, Online-Marketing-Managerin bei fairafric, erzählt, dass fairafric auf einem guten Weg ist:

„In zwei Jahren ist viel passiert. Mit seinem Vorhaben, fairen Handel und nachhaltige Entwicklung neu zu denken, hat fairafric Ende 2019 und Anfang 2020 die Weichen für eine eigene solarbetriebene Schokoladenfabrik gestellt.

Aber der Reihe nach: Nachdem immer klar war, dass die Kooperation mit Niche Cocoa Industry nur eine vorübergehende Lösung ist, hat fairafric sich finanzielle Unterstützung geholt. Dank der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, der Unterstützung von Investor*innen sowie der Kickstarter-Crowd wird nun voraussichtlich Anfang Oktober dieses Jahres die eigene Schokoladenfabrik in Suhum fertiggestellt. Wir können damit 85 neue Arbeitsplätze direkt vor Ort in einer ländlichen Gegend schaffen. Da es auch ein Besuchskonzept geben wird, kann sich jede*r Schokoladenbegeisterte vor Ort selbst ein Bild machen. Mit der neuen Fabrik können wir 100.000 statt bislang 1.500 Tafeln Schokolade pro Tag produzieren!

Wer sich jetzt denkt: „Wie baut man eine Fabrik in Afrika?“, kann sich freuen: Es wird eine Fortsetzung des ersten Kinofilms „Decolonize Chocolate“ geben, in dem wir alle Aspekte rund um den Fabrikbau beleuchten.“

Auch unsere Schokoladenverpackung hat ein Upgrade bekommen: Statt mit herkömmlicher Alufolie arbeiten wir nun mit kompostierbarer Folie (NatureFlex). Wir verwenden auch weiterhin nur Bio-Zutaten und legen wert auf eine klimaneutrale Produktion.

 

Verein „Küste gegen Plastik“ bewegt was

Im Januar 2019 berichteten wir über den Verein „Küste gegen Plastik“ aus Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein. Das Team um Jennifer Timrott setzt sich dafür ein, Plastik zu reduzieren. Herzstück ist dabei die App „ReplacePlastic“. Mir ihr kann man den Barcode von Produkten, die in Plastik eingewickelt sind, scannen, um dem Hersteller mitzuteilen, dass man eine andere Verpackung wünscht.

Und nun? Update!

Es scheint, als hätten wir Jennifer Timrott, Vorstand von „Küste gegen Plastik“, genau zur richtigen Zeit erreicht. Denn sie berichtet uns, dass insbesondere bei ihrer App einiges in Bewegung ist:

„Unsere App wird gut genutzt: Waren es anfangs noch etwa 200 bis 300 Scans pro Tag, die mit der App durchgeführt wurden, sind es zwischenzeitlich 2.000 bis 3.000 gewesen. Corona hat uns jedoch in dieser Hinsicht ein bisschen ausgebremst. Wir merken aber, dass das Thema Plastikmüll immer präsenter wird und sich auch unsere App herumspricht.

Erste Erfolge sind sichtbar: Insbesondere kleinere Unternehmen haben, nachdem von den App-Nutzer*innen der Wunsch kam, auf Plastikverpackung zu verzichten, umgestellt. Bei größeren Unternehmen ist es natürlich etwas mühsamer, aber wir machen weiter!

Seit diesem Jahr arbeiten wir an einer Erweiterung unserer App, die Ende September fertig sein soll. Mit ihr wollen wir den Druck für die Hersteller*innen erhöhen. Nutzer*innen, die ein Produkt scannen, sollen zum einen Alternativen in plastikfreien Verpackungen angezeigt bekommen. Die Ausrede „Es geht aber nicht anders, als in Plastik zu verpacken“ gilt dann nicht mehr. Zum anderen können Nutzer*innen eine Meldung absetzen, dass sie sich die Alternativen in ihrem Supermarkt wünschen. Wir hoffen so, das Umdenken zu fördern.“

 

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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