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Ab Juli 2021 sind in Deutschland Einwegplastikprodukte verboten - das Start-up Wisefood arbeitet schon lange an Alternativen.

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von Florian Roithmeier

Ab 3. Juli 2021 dürfen in Deutschland Wattestäbchen, Teller, Trinkhalme und weitere Alltagsprodukte aus Einwegkunststoff nicht mehr in Verkehr gebracht werden. So steht es in der sogenannten Einwegkunststoffverbotsverordnung, die dann in Kraft tritt. Unternehmen, die sich nicht daran halten, droht ein Bußgeld.

Der Hintergrund dieser Regelung, die auf euopäisches Recht zurückgeht, ist klar: weniger Plastikmüll, mehr nachhaltige Produkte. Das Start-Up Wisefood aus Garching bei München ist auf diesem Gebiet schon seit vielen Jahren aktiv. Begonnen hat alles mit einem essbaren Trinkhalm, ab April gibt es noch weitere Produkte.

Wer ist Wisefood?

Angefangen hat Wisefood als studentisches Projekt. Seit 2017 gibt es die Wisefood GmbH. Ziel: möglichst viele essbare Alternativen zu Plastik-Geschirr. Bekannt wurde Wisefood durch die TV-Sendung für Gründer*innen „Die Höhle der Löwen“, in der ihr – nach eigenen Angaben damals noch nicht optimales – Produkt jedoch keinen Zuspruch fand.

Nur wenige Jahre später hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 100 Millionen Plastiktrinkhalme ersetzt, diese in über 30 Länder exportiert und in über 5.000 Filialen in ganz Europa Produkte verkauft. Wisefood zählt somit zu den Marktführern in diesem Bereich.

Welche Produkte gibt es?

Das Team von Wisefood

Neben dem essbaren Trinkhalm „Superhalm“, mit dem alles begann, gibt es mittlerweile unter anderem auch essbare Becher, Besteck, Teller und Schalen. Philipp Silbernagel, einer der Gründer*innen von Wisefood, erklärt im Gespräch mit good news for you: „Die Trinkhalme gibt es bei Rewe, Edeka, Famila, Migros in der Schweiz und vielen weiteren Supermärkten zu kaufen. Unsere Löffel, Rührstäbchen und Becher sind voraussichtlich ab April verfügbar.“

Die Produkte sind zum einen für Privatkund*innen, aber auch für Groß- und Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Eventveranstalter*innen gedacht. Angesichts der aktuellen Situation bietet das Start-Up auf Anfrage ein vergünstigtes Starter-Set zum halben Preis an, um insbesondere Gastronom*innen zu unterstützen.

Woraus bestehen die Produkte?

„Je nach Produkt unterschiedlich“, sagt Philipp Silbernagel. Bei den Löffeln und Rührstäbchen sind es beispielsweise Reis-, Maismehl und Apfelfaser. Die Rohstoffe der meisten Produkte kommen aus Deutschland, wo auch die Produktion stattfindet. Die anderen Produkte stammen aus EU-Ländern wie beispielsweise Italien. Die jeweiligen Zutaten der Produkte kann man im Online-Shop von Wisefood nachlesen.

Ausgezeichnet!

Für seine innovativen Produkte ist das Unternehmen mehrfach mit in der Branche renommierten Preisen ausgezeichnet worden, zum Beispiel mit dem von der EU geförderten EIT Food Award oder bei „Deutschland – Land der Ideen“.

Mehr zu Wisefood findest du auf www.wisefood.eu, Facebook und Instagram.

 

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