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Mehr Bienen bis 2028 und einen digitalen Bienen-Marktplatz schaffen - das hat sich das Start-up "Hektar Nektar" aus Wien zum Ziel gesetzt.

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von Florian Roithmeier

Ein Zitat, das oft (irrtümlicherweise) Albert Einstein zugeschrieben wird, lautet: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“ In der Tat gehört die Biene zu den wichtigsten Nutztieren. Ihre Bestäubungsleistung hat laut Deutschem Imkerbund einen Wert von etwa zwei Milliarden Euro pro Jahr. Das Wiener Start-up Hektar Nektar nimmt sich der Situation der Bienen an und hat dabei zwei Ziele. Zum einen möchte das Start-up Bienenfreund*innen verbinden, zum anderen gibt es das „Projekt 2028“: Dessen Ziel ist es, die Anzahl der Bienen in Österreich und Deutschland in zehn Jahren um zehn Prozent zu erhöhen.

Ein „digitaler Marktplatz“

Die Brüder Martin und Mark Poreda gründeten Hektar Nektar im Jahr 2017, um einen aktiven Beitrag zum Artenschutz zu leisten und um Imker*innen zu unterstützen. Die Poreda-Brüder sind die Gründer des Bewertungsportals kununu und wussten daher, wie man eine solche Plattform aufbaut. Hektar Nektar ist so zum ersten „digitalen Marktplatz“ für Bienenhandel geworden.

Mark und Martin (v. l.) Poreda, die Gründer von Hektar Nektar

Martin Poreda erklärt uns diesen Marktplatz so: „Imker*innen können ihre Bienen, ihre Königinnen etc. kaufen und verkaufen. Wir als digitale Profis nehmen den Imker*innen jegliche Arbeit ab, sodass sie sich auf die Bienenhaltung konzentrieren können. Wir bewerben die Angebote, kümmern uns um einen sicheren Zahlungsverkehr, organisieren den sicheren Transport der Bienen und sorgen für Transparenz zwischen Käufer*innen und Verkäufer*innen.

Natürlich gab es vorher schon Online-Angebote für Bienen, allerdings nur von einzelnen Imkereien und ohne die oben erwähnten Funktionen, die zu einem modernen Marktplatz dazugehören. Mit unserem Marktplatz haben wir nicht nur das Problem der regionalen Bienen-Beschaffung gelöst, sondern auch für viele Imker*innen eine zweite Einnahmequelle durch den Handel mit Bienen geschaffen.“

Das „Projekt 2028“

Als zweites Standbein hat das Wiener Start-up 2018 das „Projekt 2028“ ins Leben gerufen. Das Ziel: zehn Prozent mehr Bienen in Österreich und Deutschland bis 2028.

Wie funktioniert das? Hektar Nektar ruft dazu auf, die Kampagne durch Spenden zu unterstützen. Wozu die Spenden genau verwendet werden, kann man auf der Homepage einsehen.

„Konkret funktioniert es so, dass Unternehmen auf ihrem Firmengelände mindestens fünf Bienenstöcke aufstellen, die von einem oder einer Projekt 2028-Imker*in betreut werden. Wer keinen geeigneten Platz auf dem Unternehmensgelände hat, kann seine Bienen auch direkt bei einem oder einer Imker*in aufstellen und vor Ort betreuen lassen. Diese pflegen und vermehren die Bienen. So werden aus fünf Völkern zehn, aus zehn zwanzig und so weiter. Privatpersonen können ebenfalls im Bienenschutz aktiv werden, indem sie einen Bienenpatenschaft übernehmen. Sobald 50.000 adoptierte Bienen zusammengekommen sind, statten wir eine*n Imker*in mit einem Bienenvolk aus und sorgen damit für die Steigerung der Bienenpopulation“, erklärt Martin Poreda. Es ist auch möglich, sich als Imker*in bei Hektar Nektar zu engagieren.

Bei einer Spende ab 30 Euro bekommen Unternehmen und Privatpersonen als Dankeschön Honig von den unterstützten Bienen. Darüber hinaus kann man mit anderen Bienenfreund*innen in Kontakt treten und erfährt mehr über den oder die Imker*in, der oder die sich um die „Bienen-Patenkinder“ kümmert.

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Österreich förderte Hektar Nektar bei der Markteinführung. Darüber hinaus hat das Start-up weitere Auszeichnungen und Förderungen für sein Engagement erhalten.

 

Maja Zuvela engagiert sich als Imker*in für Hektar Nektar.

Mehr zu Hektar Nektar gibt es auf www.hektarnektar.com.

 

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