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Der Verein unterstützt Senior*innen, deren Rente nicht ausreicht, finanziell und lässt sie am sozialen Leben teilhaben.

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von Florian Roithmeier

LichtBlick-Gründerin Lydia Staltner (Mitte) mit Seniorinnen.

Jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt, aber trotzdem nur wenig Geld zum Leben: So geht es vielen Senior*innen in Deutschland. Der gemeinnützige Verein LichtBlick Seniorenhilfe e. V. hilft ihnen schnell und effektiv. Der Verein gibt Senior*innen Geld, damit sie im Alter ein menschenwürdiges Leben führen können. Die Hilfe gibt es in Form von Zuschüssen zum Beispiel für Medikamente, Kleidung oder Elektrogeräte, als Einkaufsgutschein oder als monatliches „Taschengeld“. Über 16.000 Menschen in ganz Deutschland konnte der Verein so bislang helfen.

LichtBlick Seniorenhilfe e. V. hat Büros in München, Münster und Deggendorf, unterstützt werden jedoch Senior*innen aus ganz Deutschland. Gründerin und Vorsitzende des Vereins ist Lydia Staltner. Sie erzählt von einem für sie besonderen Erlebnis: „Vor vielen Jahren habe ich in meiner Nachbarschaft in München eine alte Dame gesehen. Ob im Sommer oder Winter: Tag für Tag hatte sie dasselbe abgetragene Paar Schuhe an. Damals habe ich mich nicht getraut, sie anzusprechen und ihr meine Hilfe anzubieten. Doch vergessen konnte ich die alte Dame nie. 2003 gründete ich mit LichtBlick Seniorenhilfe den ersten Verein in Deutschland, der sich bedürftiger alter Menschen annimmt. Um Berührungsängste, wie ich sie gespürt habe, abzubauen und sich gemeinsam stark zu machen für ein Altern in Würde.“

Schnelle und unkomplizierte Hilfe – einmalig oder dauerhaft

Lydia (li., 90) konnte dank des Vereins zum ersten Mal einen Ausflug ans Meer unternehmen!

Die Senior*innen können sich von sich aus an den Verein wenden oder sie werden von anderen Stellen dorthin verwiesen. Sabrina Witte, Pressesprecherin des Vereins, antwortet auf unsere Frage, ob die Menschen Hemmungen haben, sich beim Verein zu melden: „Ja, definitiv ist die Scham bei den bedürftigen Senior*innen groß, um Unterstützung anzufragen. Darum versuchen wir Mitarbeiter*innen stets, die Hemmschwelle niedrig zu halten und immer ein offenes Ohr  für die Anliegen der Senior*innen zu haben. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es hilfreich ist, sich nicht nur zu erkundigen, sondern auch aus Gesprächen herauszuhören, was für die älteren Menschen dringlich und brisant ist.“

Es muss ein Antragsformular ausgefüllt werden, in dem man Auskunft über seine finanzielle Situation gibt. Das sei nötig, damit nur diejenigen die wertvollen Gelder bekommen, die sie wirklich brauchen. Wer eine Unterstützung erhalten will, muss mindestens 60 Jahre alt sein, in Deutschland gearbeitet haben und eine deutsche Rente beziehen.

Neben Zuschüssen für einzelne Anschaffungen kann man bei LichtBlick Seniorenhilfe e. V. auch eine sogenannte Patenschaftshilfe beantragen. Mit ihr erhalten Senior*innen jeden Monat 35 Euro zur freien Verfügung. Und das so lange, wie sie darauf angewiesen sind – gegebenfalls ein Leben lang. „Wir sind der Meinung, dass Würde im Alter und ein selbstbestimmtes Leben Grundrechte sind“, erklärt der Verein seine Motivation.

„Es ist ein Geschenk Gottes, dass ich meine LichtBlick-Engel in Form der Mitarbeiter*innen dieses Vereins habe!“, erklärt Christine, 72, die vom Verein Hilfe bekommt. Und auch Sabrina Witte bestätigt: „Bei der Vielzahl herzzerreißender Dankesbriefe unserer Rentner*innen, die uns täglich erreichen, wird klar: Die Hilfe kommt dort an, wo sie dringend benötigt wird!“

Neben finanzieller auch soziale Hilfe

Senior*innen bei einem Ausflug zum Künstlerhaus Exter am Chiemsee – organisiert von LichtBlick Seniorenhilfe e. V.

Neben der finanziellen Unterstützung hilft der Verein den Senior*innen auch, den sozialen Anschluss nicht zu verlieren. LichtBlick Seniorenhilfe organisiert Tagesausflüge, an denen Senior*innen kostenfrei teilnehmen können. Das sind zum Beispiel ein Besuch im Museum, bei einem Konzert oder auf dem Weihnachtsmarkt. Das ermöglicht es ihnen, sich wieder zugehörig zu fühlen.

Darüber hinaus möchte die zugehörige Stiftung LichtBlick Seniorenhilfe die Anliegen älterer Menschen vertreten: „Wir werden uns einmischen und Fürsprecherin sein für arme Rentner*innen, Missstände benennen, Lösungen suchen und unsere Vorstellungen in die Debatte tragen.“

Prominente Unterstützer*innen von LichtBlick Seniorenhilfe e. V.

Zahlreiche Persönlichkeiten unterstützen den Verein als Botschafter*innen: Kommunalpolitiker*innen, Schauspieler*innen und Künstler*innen wie Hannes Jaenicke, Kabarettistin Monika Gruber oder Moderator Peter Hahne.

Für sein Engagement ist der Verein bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Die Vorsitzende Lydia Staltner hat vom Freistaat Bayern die Staatsmedaille für soziale Verdienste erhalten. Eine Frauenzeitschrift kürte Staltner 2018 als „Heldin des Alltags“ und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat LichtBlick Seniorenhilfe als soziales Vorzeigeprojekt im Wettbewerb „Startsocial“ ausgezeichnet.

LichtBlick Seniorenhilfe e. V. finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Die verschiedenen Möglichkeiten dazu finden sich hier.

 

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