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Nachhaltige Kinderschuhe in allen Verkaufsregalen: Angetrieben von dieser Vision hat Mama Mareike Körner einen fairen Kinder-Barfußschuh entwickelt.

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von Florian Roithmeier

Eine Alternative zum „Einheitsbrei des Schuhmarktes“ sein, fair produzierte Kinderschuhe anbieten und damit den gesamten Schuhmarkt revolutionieren! Das will Mareike Körner, Mama aus Freiburg und Gründerin von Paulis Shoes, erreichen. Im Interview mit goodnews-for-you.de erzählt sie uns mehr über ihre Vision.

 

Frau Körner, kurz erklärt: Was ist Paulis Shoes?

Paulis Shoes sind nachhaltig und fair in Portugal produzierte Barfußschuhe für Kinder.

Woher kommt der Name?

Durch meinen Sohn Paul bin ich sensibilisiert worden, was Nachhaltigkeit und Fußgesundheit angeht. Deswegen haben sie auch seinen Namen verdient.

Warum gründeten Sie Paulis Shoes?

Als ich mit der ersten Schuhsuche für meinen Sohn konfrontiert war, merkte ich schnell, dass ich immer Kompromisse eingehen müsste. Entweder waren sie nicht ergonomisch, nicht robust genug oder nicht sonderlich fair. Ich stand vor meterlangen Regalen, in denen hunderte rosafarbene und dunkelblaue Kinderschuhe standen. Ich vermisste Farbe und mein Wunschgesamtpaket.

So fing ich an, zuerst selbst Schuhe zu nähen und dann spürte ich den Willen und die Zuversicht, es selber richtig machen zu wollen und gründete Paulis Shoes.

Was ist an Paulis Shoes anders als an gewöhnlichen Schuhen?

Abgesehen von den Aspekten der Nachhaltigkeit und Ergonomie, sind sie zum Beispiel unisexfarben, von Eltern mitentwickelt, keine Wegwerfware, sondern sie sollen – so wie auch der coole, von der Community designte Schuhkarton – ein langes Leben führen. Außerdem möchte ich Menschen in Zukunft sanft an Alternativen heranführen. So werden auch vegane, coole Modelle entwickelt und die Menschen damit begeistert.

Mareike Körner, Gründerin von Paulis Shoes

Können Barfuß-Schuhe für Kinder nicht gefährlich sein? Ich denke nur an Scherben oder Nässe…

Unsere Sohle ist zwar nur 2,5 mm dünn, aber hat genug Bodenhaftung, um auf Nässe nicht zu rutschen. Im Sommer schützt sie vor heißem Asphalt und im Winter vor Kälte und Nässe. Auch werden die Füßchen vor pieksigen Gegenständen geschützt.

Die Schuhe werden in Portugal produziert. Wäre dies nicht auch in Deutschland möglich?

Wir, meine Designerin und ich, waren fast ein Jahr auf der Suche nach einer geeigneten Schuhfabrik in Deutschland. Leider waren unsere nachhaltigen und fairen Vorrausetzungen nirgends erfüllt beziehungsweise wollte niemand sich auf diesen neuen Weg einlassen. Was ich immer noch als sehr schade empfinde. Da sind wir in Portugal viel herzlicher empfangen worden. Dort haben wir eine unglaublich bemühte Fabrik gefunden, die mit portugiesischer Gelassenheit, aber immer zu 100 Prozent unsere Anforderungen umsetzt und tolle Arbeit macht.

Ab wann wird es Paulis Shoes geben und wo?

Im Sommer 2020 wollen wir unseren eigenen Online-Shop eröffnen, der auch der Hauptvertriebsort sein wird. Außerdem wird es ein paar ausgesuchte stationäre Händler geben, die Paulis Shoes im Sortiment haben werden. Dazu zählen zum Beispiel der Barfüßler, Zehenspiel und Liebevoll-getragen. Außerdem gibt es noch ein paar Onlinehändler, die uns in der Kampagne unterstützt haben und die Modelle auch nach Ende der Kampagne vertreiben werden.

Was werden die Schuhe kosten?

Die Crowdfunding-Modelle haben einen unverbindlichen Verkaufspreis von 119 Euro. Die Lowcut Sommermodelle werden wahrscheinlich unter 99 Euro kosten.

Letzten Endes wird man doch auch am Geld abwägen und vielleicht doch günstigere Schuhe vorziehen. Welches Argument halten Sie dem entgegen?

Günstiger gibt es immer und von allem. Ich weiß aber, dass es achtsame Menschen gibt, die für hochwertige und gesunde Schuhe in cooler Optik gerne diesen Preis zahlen.

Ich möchte in Zukunft allerdings eine eigene Weiterverkaufsplattform eröffnen, auf der man für sein nachhaltiges Handeln mit einem Rabattsystem belohnt wird. Des Weiteren fördern wir jetzt schon auf den sozialen Medien einen Verkauf und Tauschort für Paulis Shoes. Jedes Paar soll ein möglichst langes Leben haben und leicht ein neues Zuhause finden.

Auf Ihrer Homepage gewinnt man den Eindruck, Sie stemmen Paulis Shoes alleine. Oder steckt dahinter ein Team mit Mitarbeiter*innen und welche Rolle haben Sie?

Der Eindruck ist nicht ganz falsch. Ich bin sowas wie „The Brain“, der all die guten Ideen sammelt und bündelt. Mein Team besteht aus meiner Schuhdesignerin und Paulis Shoes-Community. Die Community inspiriert mich mit Ideen und Vorschlägen. Ich wandle sie in eine Strategie um und meine Schuhdesignerin Frau Fumey lässt sie wahr werden. Alles drumherum manage ich bzw. suche mir dann Expert*innen, die unsere Vision, so wie ich möchte, umsetzen können.

Was sagen Sie Kritiker*innen, die finden, Produkte wir Ihre würden nur den „Öko-“ und „Greta-Hype“ fördern?

Cool, dann habe ich ja alles richtig gemacht!

Die Kampagne auf Startnext ist wahnsinnig erfolgreich. Über 80.000 Euro sind schon beisammen. Was bewegt Menschen, Ihr Produkt zu unterstützen?

Unsere Vision und die Transparenz, wie Paulis Shoes entstanden ist. Ich möchte nämlich Menschen inspirieren, mutig und voller Stolz neue Wege zu gehen, damit wir gemeinsam etwas verändern können. Wir Erwachsenen sind durch das Leben manchmal zögerlicher geworden. So kommt es uns groß und schwer vor, wenn wir alleine etwas verändern und bewirken wollen.

Aber wie wäre es, wenn man gar nicht alleine wäre? Wie wäre es, wenn man Teil einer riesigen Gemeinschaft aus Verbündeten wäre? Die mit Freude ihren Kindern gesunde Füße und eine achtsame Welt ermöglichen wollen? So entstand die Vision von bunten, gesunden und nachhaltigen Kinderschuhen, die etwas verändern wollen und diese Vision will wachsen! Und die Menschen sind bereit dafür, wie man sieht.

Was sind Ihre nächsten großen Ziele?

Eine Bank zu inspirieren, uns weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen, um alles wie geplant umsetzen zu können. Weiterhin die Onlineshop-Eröffnung und zu guter Letzt, der Mainstream-Markt. Es soll nämlich „normal“ werden, faire und nachhaltige Schuhe in den Regalen stehen zu sehen.

Herzlichen Dank, liebe Frau Körner, für das Interview!

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.

 

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